Der Hospizverein „Zum Regenbogen" plant in Bork am Dieselweg den Bau eines stationären Hospizes. So soll es aussehen. © Architekturbüro Ludolf Schenck
Stationäres Hospiz

Hospizverein Regenbogen hofft auf Spenden für stationäres Hospiz in Bork

Einen großen Schritt weiter ist der Hospizverein Regenbogen, der in Bork ein stationäres Hospiz bauen möchte. Allerdings fehlen noch Spendengelder, bis mit dem Bau gestartet werden kann.

Sylvia Dotzhauer ist ehrlich: Im Verlauf der vergangenen sieben Jahre hat sie schon das eine oder andere Mal drüber nachgedacht, ob es nicht besser wäre, es einfach zu lassen. Ihr Herz stand in solchen Momenten aber immer schnell parat, um Einspruch gegen den Zweifel einzulegen: Das stationäre Hospiz, das der Verein Regenbogen in Bork bauen möchte, ist für sie eine Herzensangelegenheit. Auch wenn das Projekt immer noch nicht auf ganz sicheren Beinen steht.

Geplant ist, dass es in der Einrichtung zehn stationäre Hospizplätze geben soll.

Das Corona-Jahr 2020 hat es für Planungen der Einrichtung im Industriegebiet in Bork nicht unbedingt leichter gemacht. Der Verein ist auf Spenden, auf Möglichkeiten der Vernetzung angewiesen. „Wir hatten null Einnahmen durch Events – es ist ja alles abgesagt worden“, sagt Sylvia Dotzhauer im Gespräch mit der Redaktion. „Spendenmäßig war dieses Jahr eine Katastrophe.“

Verein hat gGmbH gegründet

Dennoch kann sie verkünden, dass der Verein, dessen Vorsitzende sie ist, gerade einen großen Schritt weitergekommen ist. Am 30. November hat er eine gGmbH gegründet – also eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. „Dadurch sind wir jetzt handlungsfähiger – etwa bei den Gesprächen mit Bauunternehmen“, sagt Sylvia Dotzhauer.

Außerdem hat, so erzählt sie, der ehemalige Selmer Bürgermeister und jetzige Landrat des Kreises Unna Mario Löhr die Patenschaft für das Projekt übernommen. „Er und die Stadt haben uns ja immer schon sehr unterstützt.“ Zum Beispiel habe die Stadt – immer noch – das Grundstück reserviert, auf dem das Hospiz mal stehen soll: Es ist am Dieselweg 7 in Bork.

Nur: Ob es überhaupt zum Bau kommen kann, steht noch nicht auf ganz sicheren Beinen. „Uns fehlen noch 200.000 Euro“, erklärt Sylvia Dotzhauer. Dieses Geld muss über Spenden noch als Eigenkapital hereinkommen, damit der Kredit von der Bank genehmigt wird, erklärt sie. Das hört sich viel an. Ist es auch. Aber: Immerhin 640.000 Euro Eigenkapital hat der Verein in den vergangenen Jahren auch schon gesammelt. Insgesamt, so der Plan, soll der Bau des stationären Hospizes über drei Millionen Euro kosten.

Verein hofft auf Spenden in der Weihnachtszeit


Wer Interesse hat, das Projekt durch eine Spende zu unterstützen, meldet sich einfach bei Sylvia Dotzhauer unter Tel. (0176) 31700459 oder per Mail an hospiz.regenbogen@gmail.com. Unterstützen kann man den Verein natürlich auch, indem man Mitglied wird. Alle Infos dazu gibt es auch bei Sylvia Dotzhauer oder auf der Homepage des Vereins.

Sylvia Dotzhauer und ihre Mitstreiter hoffen, dass sie im nächsten Jahr wieder einen Schritt weiterkommen – wenn ausreichend Spenden zusammenkommen. „Uns läuft ein bisschen die Zeit weg“, sagt sie ganz klar und hofft, dass sich in den nächsten sechs Monaten wieder mehr tun lässt. „Wir arbeiten jetzt gerade die Stiftungslisten durch.“ Darüber hinaus freut sich der insgesamt 40 Mitglieder fassende Verein über jede Unterstützung. „Jeder Cent ist irgendwo wichtig“, erklärt Sylvia Dotzhauer. „Aufgeben“, sagt sie, „werden wir auf jeden Fall nicht.“ Zumal jetzt ja auch Weihnachten sei – die Zeit, in der manchmal Wunder geschehen.

Spenden an den Hospizverein sind möglich über die Sparkasse an der Lippe:

IBAN: DE56 4415 2370 0000 0558 48

BIC: WELADED1LUN

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Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
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Marie Rademacher

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