Hund Lakota stand Besitzer Ralf Kapuschenski (54) aus Selm in einer schwierigen Zeit bei

Schönste Schnauze 2019

Tibetterrier-Pudelmix Lakota ist für den Selmer Ralf Kapuschenski nicht nur die schönste Schnauze. Er ist auch ein treuer Begleiter, der seinem Besitzer durch schwere Zeiten geholfen hat.

Selm

, 04.03.2019, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für Ralf Kapuschenski (54) ist Lakota nicht nur die schönste Schnauze sondern auch ein treuer Begleiter, der ihm durch schwierige Zeiten geholfen hat.

Für Ralf Kapuschenski (54) ist Lakota nicht nur die schönste Schnauze sondern auch ein treuer Begleiter, der ihm durch schwierige Zeiten geholfen hat. © Karim Laouari

Es ist nicht so, als bräuchte Ralf Kapuschenski einen Beweis dafür, dass Lakota ein toller Hund ist. „Für mich ist er der beste Hund der Welt“, sagt der 54-jährige Selmer. Die Entscheidung, den vierjährigen Tibetterrier-Pudelmix beim Wettbewerb „Schönste Schnauze“ anzumelden, fiel eher spontan.

Dass Lakota jetzt zu den 20 Halbfinalisten des Online-Wettbewerbs geschafft hat, macht Kapuschenski sehr stolz. „Ich bin schon überrascht“, gibt der Selmer zu.

Lakota kam in einer Zeit zu Ralf Kapuschenski, als es ihm schlecht ging. Er hatte gerade einige persönliche Verluste zu verarbeiten, darunter den Tod seines Neffen, der für ihn aber praktisch ein kleiner Bruder gewesen sei, sagt der 54-Jährige. Von seinem Chef kam damals der Vorschlag, sich wieder einen Hund anzuschaffen.

So geht die Abstimmung weiter Wer schafft es ins Finale des Wettbewerbs „Schönste Schnauze 2019“? Noch bis zum 11. März, 12 Uhr, kann jeder auf dieser Seite für seinen Favoriten abstimmen. Bei der laufenden Abstimmung werden die Stimmen aus der ersten Runde nicht berücksichtigt. Es ist auch möglich, mehreren Hunden seine Stimme zu geben. Der Hund, der den Wettbewerb gewinnt, wird das Plakatmotiv der Messe „Hund & Katz“ vom Verband für das Deutsche Hundewesen vom 17. bis 19. Mai in den Dortmunder Westfalenhallen. Unter allen, die abstimmen, verlosen wir 25 mal 2 Eintrittskarten für die Messe „Hund & Katz“.

Ralf Kapuschenski, seine Frau Margret und Tochter Sara hatten zuvor bereits Hunde - zwei Yorkshire-Terrier. Bevor Lakota kam allerdings zwei Jahre lang nicht mehr. Die Familie hatte darauf verzichtet, sich wieder einen Hund anzuschaffen, weil er hätte alleine zu Hause bleiben müssen, erklärt der Selmer.

Als der Vorschlag allerdings von Kapuschenskis Vorgesetztem kam - der 54-Jährige arbeitet bei der Stadt Lünen und ist für die Grünflächenunterhaltung und Stadtgrün zuständig - machte sich die Familie auf die Suche nach einem neuen Hund.

Für Hund und Mensch ein Glücksfall

Auch hier spielte der Zufall wieder eine Rolle. Die Familie suchte im Internet und wurde in Düsseldorf fündig. Eigentlich zu weit weg, wie Ralf Kapuschenski damals fand. Seine Frau und Tochter überredeten ihn damals, zum Glück, wie er heute sagt.

Lakota war noch ein Welpe, lebte in einer, wie der Selmer sagt „völlig vermüllten Wohnung“. Es war auch für den Hund ein Glücksfall, dass die Selmer Familie ihn fand und mitnahm. Während Ralf Kapuschenski die Geschichte erzählt, liegt Lakota friedlich neben seinen Beinen und schlummert. „Er ist sehr ruhig“, sagt Kapuschenski über seinen Hund, dessen Name „Lakota“ aus der Sprache des nordamerikanischen Indianerstamms der Sioux kommt und Freund oder Gefährte bedeutet.

Für Ralf Kapuschenski (54) ist Lakota nicht nur die schönste Schnauze sondern auch ein treuer Begleiter, der ihm durch schwierige Zeiten geholfen hat.

Für Ralf Kapuschenski (54) ist Lakota nicht nur die schönste Schnauze sondern auch ein treuer Begleiter, der ihm durch schwierige Zeiten geholfen hat. © Karim Laouari

Genau das ist Lakota. Er begleitet sein Herrchen den ganzen Tag über. Morgens geht es für die beiden nach dem Frühstück nach Lünen. „Dann gehen wir erstmal an der Lippe entlang“, sagt der Selmer. Geschäfte erledigen. Anschließend kommt Lakota mit ins Rathaus.

Dort, in der Abteilung Stadtgrün, gehört der kleine, flauschige Begleiter mit dem grauen Fell fest zum Team. Dass kein Kollege etwas gegen den tierischen Mitarbeiter einzuwenden hat, sei die Voraussetzung dafür gewesen, dass Lakota mitkommen darf, macht Kapuschenski deutlich.

Nicht scheu, aber zurückhaltend - und immer dabei

Wenn der Mischlingsrüde nicht mit seinem Herrchen dienstlich unterwegs ist, liegt er meist neben dem Schreibtisch. „Es gibt nur zwei Kollegen, zu denen er hinläuft“, sagt Kapuschenski. Lakota ist nicht scheu, aber zurückhaltend. Perfekt für einen Bürohund.

Nur bei seinem Herrchen kennt Lakota keine Zurückhaltung. Jedenfalls, wenn es ums Kuscheln geht. „Wenn ich mich zu Hause auf den Schreibtischstuhl setze, springt er auf meinen Schoß und nimmt mich in den Arm“, sagt Kapuschenski und führt vor, was er angekündigt hat. Herrchen setzt sich, klopft zweimal auf den Schoß und Lakota legt sich der länge nach auf den Bauch seines Besitzers. Eine echte Umarmung mitsamt Pfötchen auf Herrchens Schultern.

Lakota ist für Ralf Kapuschenski eben nicht nur die schönste Schnauze, sondern auch ein ganz wichtiger Gefährte.

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