Indienreise mit Selmer Pater Paulose: Beeindruckende Kontraste

Indienreise

29 Personen machten sich im Januar gemeinsam mit dem Selmer Pater Paulose auf den Weg nach Indien auf. Dort erlebten sie vieles - und sahen auch „das teuerste Einfamilienhaus der Welt“.

Selm

13.04.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Indien-Reisegruppe vor dem berühmten Taj Mahal in Agra.

Die Indien-Reisegruppe vor dem berühmten Taj Mahal in Agra. © Kirchengemeinde

„Land und Kulturen kennen lernen – Menschen verbinden“, unter diesem Motto haben sich am 13. Januar 2020 29 Personen gemeinsam mit dem Selmer Pater Paulose auf eine zweiwöchige Pilger-Reise nach Indien begeben.

Von Mumbai ging es über Bhubaneswar, Puri, Delhi, Agra und Waynand nach Kochi in Kerale, dem Heimatort von Pater Paulose. In diesen Orten, wie auch auf den Wegen dorthin, besuchten die Reiseteilnehmer bedeutende kulturgeschichtliche und religiöse Stätten, wie zum Beispiel die Gedenkstätten von Gandhi in Mumbai und Delhi, das Taj Mahal in Agra, oder den Konark Sun Tempel auf dem Weg nach Puri.

Der Tempel Gurudwara Bangla Sahib ist ein Tempel der Sikhs und steht in Delhi.

Der Tempel Gurudwara Bangla Sahib ist ein Tempel der Sikhs und steht in Delhi. © Kirchengemeinde

Dorthin, wo der Pfeffer wächst

Von Delhi ging es in den Süden, und zwar nach Waynand, eine Hochebene im Nordosten Keralas, in die Gegend wo der Pfeffer wächst. Neben Pfeffer wachsen hier auch Muskat und viele andere Gewürze, Kaffee, Tee, Kakao und Ananas.

„Beeindruckend waren währen der Reise die menschlichen Begegnungen. Es kann generell gesagt werden, dass die Inder offen, neugierig und herzlich sind. Bei Gruppenfotos kamen schnell einige Inder herbei, die sich mit der Gruppe fotografieren ließen. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Inder stand über allem“, schreibt die Reisegruppe in ihrem Reisebericht.

Das durfte die Gruppe unter anderem nach dem Sonntagsgottesdienst in der St. Mother Teresa Church in Delhi, vor allem aber an einem Nachmittag, als sie die Familien von Pater Paulose besuchte, eindrucksvoll erfahren. Der Besuch bei seiner Familie war beispiellos und wird allen immer in sehr guter Erinnerung bleiben.

Was die Gruppe während ihrer Reise durch Indien auch erleben und erfahren musste, waren die extremen Gegensätze zwischen Reichtum und Armut. Gerade in der Wirtschaftsmetropole Mumbai hat die Gruppe es konkret erfahren können.

Das „teuerste Einfamilienhaus der Welt“

Hier wohnt Mukesh D. Ambani, ein indischer Unternehmer und Vorstandsvorsitzender der Petrochemiefirma Reliance Industries, mit einem Vermögen von 55 Milliarden US-Dollar. Er bewohnt hier mit seiner Familie das größte und teuerste „Einfamilienhaus“ der Welt. Dieses Gebäude ist 173 Meter hoch, hat 27 Stockwerke und ist mit allen möglichen Annehmlichkeiten ausgestattet.

Ein ganz anderes Bild ist im Mahalaxmi Dhobi Ghat, im Norden der indischen Megastadt, zu beobachten. In Tausenden Betonbecken waschen in dieser Freiluftwäscherei 8000 Tagelöhner in der schwülen Hitze per Hand Hemden für den Export oder Leinentücher für die Hotels. Hier leben viele Zuwanderer aus ärmeren Gegenden Indiens, die sich in dieser Stadt eine Beschäftigung erhoffen.

Indien, wie man es sich in Europa oft vorstellt

In Puri, im Osten Indiens, am Bengalischen Meer, gelegen, erlebte die Gruppe Indien, wie man es sich in Europa oft vorstellt: enge Gassen, immerwährendes Hupen der vielen Mopeds und Tuktuks, die Rikschafahrer, die den einen oder anderen Fußgänger von der Straße abdrängen, herumstreunende Hunde und Kühe und die verschiedensten Gerüche und Farben.

All das erlebte und erfuhr die Gruppe auf dem Weg zum Jagannath-Tempel, einer der bedeutendsten vishnuitischen Tempel Indiens. Der Eintritt ist nur Hindus gestattet. Die Gruppe konnte jedoch den Tempel umlaufen und so den Gesang, die Gebete und das allgemeine Treiben im Tempelbereich sehr gut beobachten.

Beeindruckend waren auch die Dimensionen der Städte. Für Europäer unvorstellbare Verkehrsverhältnisse – und alles unfallfrei, soweit die Gruppe es beobachten konnte. „Das Land und die Vielfalt der Menschen, Kulturen und Religionen haben unseren Blick für die Welt erweitert“, sagt ein Teilnehmer.

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