Internet-Betrug: Selmerin (33) bot nicht vorhandene Tonie-Boxen an

mlzGerichtsprozess

Mit Spielzeugen für Kinder hat eine Selmerin (33) gute Geschäfte über ein Kleinanzeigen-Portal im Internet gemacht. Ihre zahlenden Kunden kamen aus ganz Deutschland, Ware sahen sie aber nie.

von Sylvia Mönnig

Selm

, 22.07.2020, 19:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit dem Verkauf von Ware, die sie nicht besaß, machte eine Selmerin (33) offenbar gute Geschäfte. Nun sollte sie sich wegen Betrugs vor dem Lüner Amtsgericht verantworten. Sie erschien nicht. Teuer zu stehen kam sie das Ganze trotzdem.

Im Oktober vergangenen Jahres, so zumindest der Vorwurf gegen die Frau aus Selm, bot sie über das Portal eBay-Kleinanzeigen Tonie-Boxen und Figuren in unterschiedlichen Farben an. In sechs Fällen erwarben Käufer die Ware, bei der es sich um ein digitales Audio-System für Kinder handelt, das von den Herstellern als Schatzkiste für Hörerlebnisse beworben wird. Die 33-Jährige kassierte insgesamt 432,90 Euro – und lieferte offenbar nichts. Als die Geschädigten aus ganz Deutschland realisierten, dass sie mit dem Eintreffen der Ware nicht mehr rechnen konnten, erstatteten sie Strafanzeige gegen die Selmerin.

Richterin machte kurzen Prozess mit der Angeklagten

Sie hätte nun in Lünen auf der Anklagebank sitzen sollen. Doch von der 33-Jährigen fehlte jede Spur – trotz ordnungsgemäßer Ladung zum Termin. Die Richterin machte daraufhin im wahrsten Sinne des Wortes kurzen Prozess: Auf Antrag der Vertreterin der Staatsanwaltschaft erging ein Strafbefehl. Demnach soll die Abwesende 2200 Euro Geldstrafe bezahlen. Auch wurde die Einziehung von 432,90 Euro Wertersatz angeordnet.

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