Jugendliche in Selm haben eine Menge Ideen

Ein Jahr Jugendparlament

In Selm bewegt sich was für Jugendliche. "Schuld" hat das Jugendparlament. Denn die Mitglieder setzen sich vehement für die Zielgruppe ein. Ideen haben sie eine Menge.

SELM

von Von Arndt Brede

, 03.11.2012, 08:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit der Unterstützung des Selmer Stadtjugendpflegers Benedikt Dorth (vorne l.) und Projektkoordinatorin Lisa Müller (vorne r.) wollen die Mitglieder des Jugendparlaments viel für Jugendliche in Selm tun.

Mit der Unterstützung des Selmer Stadtjugendpflegers Benedikt Dorth (vorne l.) und Projektkoordinatorin Lisa Müller (vorne r.) wollen die Mitglieder des Jugendparlaments viel für Jugendliche in Selm tun.

"Die Dreifachturnhalle haben wir von der Stadt sofort bekommen", freut sie sich über einen weiteren Erfolg des Jugendparlaments. Das Motto für das Turnier: "Von Jugendlichen für Jugendliche". Womit klar ist, dass das Jugendparlament bei Organisation und Durchführung komplett eingebunden ist. Ein weiteres Thema, dem sich die Jugendlichen im Sinne ihrer Altersklasse widmen wollen: Vandalismus. Zoey Rouse präzisiert: "Viele Jugendliche haben Angst, weil in Selm so viel kaputt gemacht wird. Deshalb wollen wir das zum Thema machen, denn einige wenige machen alles kaputt, und alle leiden darunter."Um dem Thema auch altersgruppenmäßig gerecht zu werden, gibt es einige Ansätze: "Man könnte eine Wanderausstellung über Vandalismus in die Selmer Schulen holen", sagt Stadtjugendpfleger Benedikt Dorth. Viel besser fände er aber eine andere Idee: "Schüler machen Fotos von kaputten Orten und Dingen und stellen ihre Bestandsaufnahme in Projektwochen vor."

Schon am 28. November packen die Selmer Jugendparlamentarier ein anderes brisantes Thema an: den Kampf gegen Rechts. "Wir nehmen an einem Planungstreffen mit anderen Jugendparlamenten in Waltrop zur ,Meile gegen Rechts' teil", berichtet Angelina Bille, Sprecherin des Selmer Jugendparlaments. Für diese Aktion wird dann auch gebastelt. Wichtig sei auch, Jugendliche in Selm in viele Aktionen einzubinden. So wird demnächst an allen Schulen eine Umfrage gestartet. Thema: "Was wünschen sich die Jugendlichen vom Jugendparlament?". Ein erster Aufruf unter Jugendlichen, Ideen und Anregungen zu geben, habe bereits eine Menge Ergebnisse geliefert, sagt Felicia Wins.

Darunter sind folgende Vorschläge, wie die Stadt Selm zu verbessern ist: mehr Plätze für Jugendliche, überdachter Park, öffentliche Toiletten, Wald entmüllen, Stadtpark pflanzen, Rutsche am Ternscher See. Jugendliche in Selm haben einiges zu sagen und beizutragen. Das Jugendparlament möchte dies koordinieren. Dazu bedarf es strukturierter Arbeit. Die lernen die Mitglieder vom 23. bis 25. November, wenn sie sich mit ihrer neuen Koordinatorin Lisa Müller treffen.

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