Kochen im Ausstellungsraum

Tischlerei Rotte

Der Ausstellungsraum der Tischlerei Rotte ist voll funktionsfähig. So konnte man neulich abends die Damen des Olfener Kegelclubs Quasselstrippen dabei beobachten, wie die eine Kürbis-Champagner-Suppe kochten - ein etwas anderes Marketingkonzept für den Selmer Betrieb.

Selm

von Von Marie Rademacher

, 24.10.2011, 15:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Das wird eine Kürbis-Champagner-Suppe“, sagt Janny Hebel. Gemeinsam mit den Damen vom Olfener Kegelclub Quasselstrippen kocht die Köchin aus Münster an diesem Abend in der Tischlerei Rotte ein Herbstmenü. „Wir wollten hier keine statische Ausstellung etwa wie in einem normalen Möbelhaus schaffen, sondern eine flexible Ausstellung, bei der man nicht nur schauen, sondern auch selbst erleben kann“, erläutert Ulrich Rotte. Die Küche im Ausstellungsraum ist deshalb nicht nur voll funktionsfähig, sie ist vor allem mindestens einmal im Monat auch in Benutzung. Immer dann nämlich öffnet die Aktivküche, findet hier ein Kochkurs mit Janny Hebel statt und es kann gekocht statt nur geschaut werden.

Dass dieses Marketingkonzept aufgeht, beweisen nicht nur die eifrig kochenden Quasselstrippen am Donnerstag. Für ihre ungewöhnliche Art der Kundenansprache ist die Firma Rotte in diesem Jahr auch schon mit dem Alfred-Jacobi-Preis, dem Innovationspreis für das Tischlerhandwerk in NRW, ausgezeichnet worden. „Die Tischlerei Rotte hat mir ihrem Konzept ein lebendiges Marketing mit persönlicher Ansprache entwickelt, bestens geeignet als Vorbild auch für kleinere Betriebe. Der hohe Spaß- und Erlebnisfaktor sowie die offene Werkstatt schaffen beim Kunden einen hohen Erinnerungswert“, so Dieter Roxlau, der Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Tischler NRW zu dem diesjährigen Preisträger aus Selm. Jeder Interessierte kann sich für einen Kochkurs und einen Küchentest anmelden. Der nächste Termin ist der 17. November. Normal oder alltäglich ist das nicht, aber die Tischlerei Rotte hat sich eben auf das Besondere spezialisiert.

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