Umbau

Kreisverkehr Cappenberger Damm: Wie sieht es hier mit Hilfe von der Stadt aus?

Bei den Radwegen Werner Straße und Brauereiknapp hat die Stadt es vorgemacht: Könnte sie auch beim Kreisverkehr am Cappenberger Damm einspringen und das Projekt für Straßen.NRW planen und bauen?
Die Kreuzung am Cappenberger Damm sollte eigentlich schon längst durch einen Kreisverkehr ersetzt sein. Der Bau verzögert sich aber weiter. © Arndt Brede

Die Kreuzung Cappenberger Damm/ Werner Straße/ Selmer Landstraße ist im Unfallatlas, den die Statistischen Ämter von Land und Bund online jedes Jahr aktualisieren, mit einem roten Punkt gekennzeichnet: Mehrere Unfälle mit verletzten Personen hat es hier in den letzten Jahren gegeben. Die Kreuzung gilt demnach als Unfallhäufungspunkt. Ein Problem, das nicht nur der Stadt Selm, sondern auch dem für die Straße zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW bekannt ist.

Die Lösung soll ein neuer Kreisverkehr sein. Eigentlich sollte ein solcher die Kreuzung, an der die Vorfahrt durch Stopp-Schilder geregelt wird, schon längt ersetzt haben. Immer wieder hat Straßen.NRW den Umbau aber verschoben – jetzt wieder. Wahrscheinlich nicht vor 2023 sollen die Arbeiten beginnen.

Könnte die Stadtverwaltung helfen?

Bei anderen Projekten, wo eigentlich Straßen.NRW zuständig ist, ist in der Vergangenheit auch schon mal die Stadt eingesprungen. Die Planung und der Bau der Radwege an der Werner Straße und am Brauereiknapp zum Beispiel wird die Stadtverwaltung übernehmen – das war vor Kurzem bekannt geworden. Wie ist es beim Kreisverkehr? Gibt es da auch die Möglichkeit, dass die Stadtverwaltung einspringt?

Auf Anfrage der Redaktion erklärte Stadt-Sprecher Norbert Zolda: „Der Abschluss einer Vereinbarung mit Straßen.NRW für den Bau des Kreisverkehres ist nicht beabsichtigt und auch durch die Stadt Selm aus personellen Gründen nicht leistbar. Dennoch unterstützt die Stadt Selm das Projekt gerne, da wo es zeitlich und personell möglich ist.“

Das macht keine Hoffnung, dass aus dem Kreisverehr vielleicht doch noch etwas eher etwas wird. Grund für die Verzögerungen ist laut Straßen.NRW der derzeitige personelle Engpass in dem Landesbetrieb. Außerdem sei es so, dass solche Projekte „viel Zeit und Planung in Anspruch nehmen, die der Bürger nicht unbedingt sieht“, wie Nadia Leihs von Straßen.NRW im Gespräch mit der Redaktion gesagt hatte.

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