Meinung

Kreuzung vor Cappenberg: Wie wäre es mit einem verschärften Tempo-Limit?

Der Bau des Kreisverkehrs am Cappenberger Damm verzögert sich weiter. Vielleicht wäre es - gerade für die Radfahrer - jetzt mal Zeit für einen Kompromiss, meint unsere Autorin.
Immer wieder ist es an der Kreuzung Cappenbeger Damm/Werner Straße zu Unfällen gekommen. © Jura Weitzel (Archiv)

Der rote Punkt auf der Online-Karte des Unfallatlasses der Statistischen Ämter von Bund und Land ist kein gutes Zeichen. Er weist eine Stelle als Unfallhäufungspunkt aus. Und – wenige Menschen aus Cappenberg und Selm wird das wundern – auch auf der Kreuzung Cappenberger Damm / Werner Straße ist in diesem Atlas ein roter Punkt. Drei sogar: So viele Unfälle hat es dort in der jüngeren Vergangenheit gegeben. Jeweils mit Menschen, die verletzt wurden. Teilweise schwer.

Ein Kreisverkehr und ein neuer Fuß- und Radweg sollen das Problem lösen. Die Frage ist nur: Wann? Wenn es nach den ursprünglichen Plänen von Straßen.NRW gegangen wäre, dann würde es ihn schon seit 2019 geben.

Zwischendurch ist nicht sonderlich viel passiert. Zumindest nichts, das sichtbar wäre. Außer natürlich, dass der Starenkasten, der Autofahrer sonst von Selm aus kommend hat abbremsen lassen, nicht mehr steht. Etwas, das die Kreuzung sicher nicht sicherer macht. An der Personalnot von Straßen.NRW lässt sich nun nicht herumdiskutieren – auch wenn sich viele sicher wünschen, dass der neue Kreisverkehr und der Radweg eine höhere Priorität hätten. Gerade für die Radfahrer wäre in den nächsten Jahren vielleicht auch schon eine Zwischenlösung ein Fortschritt: Wie wäre es, wenn das Tempo an der Kreuzung von 50 auf 30 (Werner Straße) beziehungsweise von 70 auf 50 (Cappenberger Straße) heruntergesetzt würde?

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