Laurenz Meyer verzichtet auf Kampf um sicheren Platz im Bundestag

SELM Der CDU-Bundestagsabgeordnete Laurenz Meyer will nicht gegen Parteifreunde um einen sicheren Listenplatz für den Bundestag kämpfen. Stattdessen will der 61-Jährige den Wahlkreis Hamm-Unna II bei der Bundestagswahl im September direkt gegen Dieter Wiefelspütz (SPD) gewinnen.

von dpa

, 14.03.2009, 14:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf der Vorschlagsliste des Landesvorstands rangiert Meyer auf dem wenig aussichtsreichen 35. Platz. Damit ist der Wiedereinzug des Wirtschaftsexperten ins Parlament gefährdet. Bei der Bundestagswahl 2005 zog die NRW-Liste zunächst nur bis Platz 33, im Laufe der Legislaturperiode über die Nachrückerliste bis Platz 37.

„Ich hätte es mir anders gewünscht“, erklärte Meyer. Er habe sich aber entschieden, auf eine Kampfkandidatur zu verzichten, ohne dass die Partei auf ihn eingewirkt hätte. „Im Gegenteil, viele haben mir geraten, in eine Kampfkandidatur zu gehen.“ Ob die wirtschaftspolitische Kompetenz in der Bundestagsfraktion künftig noch ausreichend vertreten sei, müssten Andere beurteilen, sagte Meyer.

Im Vorfeld der Listenaufstellung war er bereits bei einer Kampf-Kandidatur um Platz 22 gescheitert. Ursprünglich war er von seinem CDU-Bezirksverband Ruhr sogar noch schlechter platziert worden und deswegen zunächst für Platz 40 auf der Landesliste vorgesehen. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Landesparteichef Jürgen Rüttgers hatte sich jedoch für eine bessere Platzierung eingesetzt. Er habe aber durchaus die Hoffnung, seinen Wahlkreis Hamm-Unna II direkt gewinnen zu können, sagte Meyer. Allerdings werden ihm gegen den innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, eher geringe Chancen eingeräumt. Meyer war von 2000 bis 2004 Generalsekretär der Bundes-CDU. Zum Wahlkreis Hamm-Unna II gehören die Städte Werne, Selm, Lünen und Hamm.

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