Jennifer Staubach (r.), Leitung der Tagespflege, und die stellvertretende Pflegedienstleitung Ines Tigges nach dem Piks. Die erste Impfung von Personal und Gästen der Caritas-Tagespflege Am Weiher in Bork ging gut über die Bühne. © Caritasverband
Tagespflege der Caritas

Lieferdienst kam zu früh: Fast wäre der Impftermin in Selm noch geplatzt

Das war spannend wie in einem Krimi - fast wäre die akribisch geplante Impfung in der Tagespflege Am Weiher in Bork noch gescheitert. Weil eine Mail zu spät losgeschickt wurde.

Alles war wunderbar geplant. Die Gäste der Caritas-Tagespflege Am Weiher und das Personal waren bereit, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Der Impfstoff war bestellt. Am Mittwoch (20.1.) sollte der Impfstoff angeliefert werden. Die Ärzte und zwei Mitarbeiterinnen der Hausarztpraxis Dr. Schröder waren bereit, um die Impfdosen zu verimpfen.

Jennifer Staubach, Leitung der Tagespflege, bekam bei der Impfstoffzusage per Mail die Nachricht, dass der Fahrer zwei Stunden, bevor er käme, telefonisch ankündigen würde. „Darauf haben wir uns verlassen“, so Jennifer Staubach.

Diese Impfdosen sorgten am Mittwoch (20.1.) für Aufregung. Am Ende wurde alles gut.
Diese Impfdosen sorgten am Mittwoch (20.1.) für Aufregung. Am Ende wurde alles gut. © Caritasverband © Caritasverband

Nur bekam sie am Dienstagabend eine E-Mail auf ihren dienstlichen Account, dass der Impfstoff ohne Ankündigung käme und sie sich am Mittwoch schon früh morgens vor Ort befinden soll. Weil der Impfstoff derzeit fast so wertvoll wie Gold ist, durfte er auch nur an sie übergeben werden. Diese Mail auf das Arbeitskonto blieb bis zum Morgen ungelesen.

Lieferdienst stand plötzlich vor der Tür

Der Lieferdienst, mit dem der Impfstoff geliefert wurde, stand am Mittwochmorgen vor der Türe – noch vor den Öffnungszeiten und niemand war in der Einrichtung, um den Impfstoff entgegen zu nehmen.

Zum Glück waren Ulla Rademacher und Ulrike Kerkhoff, die Mitarbeiterinnen der Hausarztpraxis, aber schon früh vor Ort, als der Fahrer ankam und eigentlich schon wieder weg wollte, weil Jennifer Staubach nicht da war. Die beiden Arzt-Mitarbeiterinnen hatten aber die Telefonnummer der Tagespflege-Leitung parat und alarmierten sie sofort. Sie konnten den Fahrer, der unter Zeitdruck stand, auch überzeugen, noch kurz zu warten.

Die beiden Ärzte aus der Hausarztpraxis, Dr. Matthias Schröder und Dr. Angela Schulze-Lutum impften am Mittwoch Personal und Gäste der Caritas-Tagespflege Bork.
Die beiden Ärzte aus der Hausarztpraxis, Dr. Matthias Schröder und Dr. Angela Schulze-Lutum impften am Mittwoch Personal und Gäste der Caritas-Tagespflege Bork. © Caritasverband © Caritasverband

„Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Jennifer Staubach. Da sie nicht weit von der Tagespflege entfernt wohnt, kam sie schnell dorthin und konnte die heiß begehrten Impfdosen doch noch entgegen nehmen.

Erstimpfungen in Pflegeeinrichtungen unterbrochen

„Wir sind froh, dass wir unseren Impftermin noch einhalten konnten und unseren Gästen die Fahrt nach Unna erspart blieb“, so Jennifer Staubach. Wegen der Impfstoffknappheit wurden Erstimpfungen in Pflegeeinrichtungen erstmal unterbrochen.

Jennifer Staubach ist auch froh und glücklich über die hohe Impfbereitschaft bei den Gästen und Mitarbeitern, die sich alle haben impfen lassen. Auch, dass die Zusammenarbeit mit der Hausarztpraxis so reibungslos lief, freut sie sehr. Die Leiterin der Tagespflege in Bork sagt dazu: „Wir sehen es als Privileg, dass Pflegekräfte unter der ersten Priorisierung sind. Wir hoffen, dass es mit der Impfung jetzt deutschlandweit schnell voran geht und somit alle, die wollen, schnellstmöglich geimpft werden können.“

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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