Lutherschule bleibt. Zunächst.

SELM Nun liegen zwei Kompromissvorschläge im Selmer Schulstreit auf dem Tisch. Aus Reihen der Politik war angeregt worden, die Kinder der Lutherschule ein Jahr länger dort zu lassen, um einen Umzug an die Overbergschule zu vermeiden. Alle anderen Veränderungen der Selmer Grundschul-Landschaft sollten so bleiben, wie vom Rat beschlossen.

von Von Matthias Münch

, 06.09.2007, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jetzt haben Dr. Susan Grotefels, Dr. Dirk Berendes und  Sonja Paßmann für die Bürgerinitiative, die gegen eben diesen Ratsbeschluss ein Bürgerbegehren durchsetzen will, ihren Vorschlag vorgelegt:

Cappenberg schreibt die freie Rektorenstelle pflichtgemäß und Erfolg versprechend aus.

Bis 2009 bleibt Cappenberg per Ratsbeschluss eigenständig. 2009 wird neu entschieden, je nachdem wie die Echtzahlen sind.

Selbstständiges Cappenberg?

Wenn die Einzügigkeit gesichert ist, bleibt Cappenberg selbständig, da Einsparungen durch die Bildung des Teilstandorts nicht zu erwarten sind.

Hassel: Die Äckernschule bleibt (ohne Cappenberg) dreizügig. Ab dem Schuljahr 2008/2009 gibt es eine Eingangsklasse in Hassel. Wenn aufgrund mangelnder Anmeldungen nur zwei Klassen gebildet werden können, wird eine Klasse in Bork und eine Klasse in Hassel eingerichtet. Im Schuljahr 2009/2010 wird dann genauso verfahren.

Wenn im Jahre 2009 für die kommenden Schuljahre erkennbar ist, dass an der Äckernschule langfristig nur noch zwei Klassen gebildet werden können, muss kurzfristig entschieden werden, ob zwei Klassen im Hauptgebäude eingerichtet werden und Hassel aufzugeben ist oder je eine Klasse in Hassel und in der Äckernschule gebildet wird.

Die Lutherschule bleibt als zweizügige Schule eigenständig erhalten. Für die Schuljahre 2008/2009 und 2009/2010 können Kinder an der Lutherschule angemeldet werden. Wenn sich für diese Schuljahre weniger als 18 Kinder anmelden, wird es keine Eingangsklasse geben.

Frühzeitige Infos für Eltern

In jedem Falle sind die Eltern zukünftig frühzeitig und umfassend über Entscheidungen der Stadt Selm im Rahmen der Schulpolitik zu informieren."

Ausgehend von diesen Positionen müssten die Vertreter der BI und die Vorsitzenden der Selmer Ratsfraktionen nun über eine Vereinbarung verhandeln, die den Schulstreit beenden könnte. 

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