Mehr ÜMI- und OGS-Plätze für Selmer Schulen, aber immer noch nicht genug

mlzGanztags-Betreuung in Selm

Die Stadt Selm hat für das kommende Schuljahr an den Grundschulen mehr Plätze im offenen Ganztag und in der Übermittagsbetreuung geschaffen. Dennoch gibt es immer noch Wartelisten.

Selm

, 17.06.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sehr früh - nämlich schon im Januar - haben in Selm die Anmeldungen für die OGS (offener Ganztag) und ÜMI (Übermittagsbetreuung) an den Selmer Grundschulen stattgefunden. Um „flexibel reagieren zu können“, wie Beigeordnete Sylvia Engemann es im letzten Schulausschuss sagte, um alle Kinder mit der entsprechenden Betreuung zu versorgen.

Ganz gelungen ist das nicht, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt: Sowohl für die OGS als auch für die ÜMI gibt es an mehreren Schulen Wartelisten, weil nicht genug Plätze zur Verfügung standen.

ÜMI: 20 Kinder auf der Warteliste

Dass es in Selm die Übermittagsbetreuung gibt, ist gar nicht so selbstverständlich. „Andere Städte bieten das gar nicht an“, sagt Sylvia Engemann. Der Trend gehe seit einigen Jahren zur Ganztagsbetreuung. In Selm allerdings zeige sich, dass der Bedarf für die ÜMI weiterhin da ist. „Deshalb wollen wir auch weiterhin beides anbieten - ÜMI und OGS“, so die Beigeordnete.

20 Kinder stehen für das Schuljahr 2020/2021 derzeit noch auf der Warteliste - für sie gibt es in der aktuellen Planung noch keinen Platz. Und das, obwohl die Stadt die ÜMI-Plätze insgesamt von 106 auf 116 aufgestockt hat. Wartelisten gibt es an der Overbergschule (drei Kinder stehen dort darauf), an der Ludgerischule (fünf Kinder) und an der Äckernschule mit Standort in Bork. Hier stehen sogar zwölf Kinder auf der Warteliste.

Zwei zusätzliche ÜMI-Plätze waren dort geschaffen worden - dennoch bekommen zwölf Kinder erst mal keinen Platz. Bei diesen zwölf Kindern handelt es sich laut Unterlagen für den Schulausschuss entweder um Kinder, deren Eltern nicht berufstätig sind oder die ihre Berufstätigkeit nicht nachgewiesen haben, oder um Viertklässler. Viertklässer hätten einen geringeren Betreuungsbedarf als jüngere Kinder heißt es hierzu als Begründung.

OGS: 19 freie Plätze, aber zehn Kinder auf der Warteliste

Für den offenen Ganztag ist es so, dass es grundsätzlich eigentlich noch 19 freie Plätze gibt, allerdings dennoch zehn Kinder auf der Warteliste gelandet sind. Der Grund ist einfach: Die freien Plätze sind an der Overbergschule und an der Äckernschule mit Standort in Cappenberg. Die zehn Kinder, die keinen Platz bekommen haben, gehen aber auf die Äckernschule in Bork und auf die Ludgerischule.

Im Vergleich zum vergangenen Schuljahr sind 19 neue OGS-Plätze in Selm entstanden - zwölf davon in Bork und zehn an der Ludgerischule. Ganz konnte das den Bedarf allerdings noch nicht decken, wie die Warteliste zeigt.

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