Vögel nutzen medizinische Masken zum Nestbau. © picture alliance/dpa
Meinung

Menschliche Bequemlichkeit bei der Müllentsorgung kostet Tierleben

Die Tiere und Pflanzen leiden unter Müll, zu dem auch medizinische Masken gehören. Der Mensch muss Ego und Bequemlichkeit zurückstellen, damit die Natur weiterleben kann, findet unser Autor.

Seit mehr als einem Jahr gehören medizinische Masken zu unserem Alltag. Sie sollen dafür sorgen, dass sich das Coronavirus langsamer verbreitet. Kurzum: Sie sollen menschliches Leben retten. Und das haben sie auch mit Sicherheit schon getan. Doch für die Tier- und Pflanzenwelt können unsere lebensrettenden Masken den Tod bedeuten – wenn wir nicht aufpassen.

Ein schwarzer Vogel – vielleicht eine Krähe oder ein Rabe – hängt an den Trägern einer medizinischen Maske wie am Strick eines Galgens. Das bei Facebook aufgetauchte Foto geht nicht mehr aus dem Kopf. Zu den Kaffeebechern, Plastiktüten, Pfandflaschen oder Autoreifen kommen also nun noch die Masken hinzu, die die ohnehin schon stark verschmutzte Natur langsam aber sich abtöten.

Müllentsorgung tut nicht weh

Es liegt an uns Menschen, das Sterben in der Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern und unserer Verantwortung dafür gerecht zu werden. Das tut nicht weh. Ein kleiner Gang zum Mülleimer – von denen es in Selm ausreichend gibt – und schon landet die ausgediente Maske ordnungsgemäß im Müll.

Denn was nützt uns unser gerettetes Leben in einer verkümmerten Natur? Mit Tieren, die unseren Müll zum Bau ihrer Nester verwenden und daran verenden?

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