Müll reduzieren zu Weihnachten: Wie geht das in Selm?

mlzWeihnachten und Abfall

Geschenke, Weihnachtsessen, Süßigkeiten und Weihnachtsbaum. Zu Weihnachten fällt jedes Jahr auch viel Müll an. Es gibt allerdings auch ein paar Tricks, um Müll zu reduzieren.

Selm

, 13.12.2019, 11:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die einen ist Weihnachten das Fest der Besinnlichkeit und der Familie, für die anderen das größte Konsum-Spektakel des Jahres. Schöne Geschenke und Bedacht für die Umwelt müssen sich aber nicht ausschließen. Wir haben Tipps von Selmern gesammelt, um Weihnachten umweltfreundlicher zu gestalten:

Der Baum:

In manchen Großstädten sind Weihnachtsbäume im Pflanzkübel angesagt. Wirklich gut für die Bäume ist das aber leider nicht. „Die Chance, dass die Bäume wieder angehen, ist 50 zu 50“, sagt zum Beispiel Raphael Merten von der Baumschule Merten. Die umweltfreundlichste Alternative laut Nabu: Einheimische Baumsorten im Pflanzkübel, die anschließend im eigenen Garten wachsen. Ob das so weihnachtlich ist, muss jeder selbst für sich entscheiden. Und dann ist da noch das Thema Baumschmuck: Wer schon genug Schmuck zu Hause hat, sollte diesen auch benutzen. Wer aber mal dringend eine Abwechslung von den immer gleichen Kugeln benötigt, der könnte aber auch selbst aktiv werden. Mit Lebkuchen oder Schmuck aus Salzteig lässt sich der Baum aber auch umweltfreundlich dekorieren.

Das Festmahl:

„Ich werde schon schauen, dass wir Weihnachten plastikfrei kochen“, sagt Petra Burkhart aus Selm. Das könne zum Beispiel gelingen, wenn man die Nudeln selbst macht und regionales Gemüse kauft. „Klöße gibt es ja zum Glück in der Papierpackung“, sagt sie.

Müll reduzieren zu Weihnachten: Wie geht das in Selm?

Eine Möglichkeit, an Weihnachten Plastik zu sparen: viel selbstmachen. Zum Beispiel Nudeln wie hier auf dem Bild. Der Nebeneffekt: es macht Spaß. © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Die Geschenkverpackung:

Barbara Schönborn hat die Verpackung für ihren selbst gemachten Adventskalender aus Socken gemacht. „Das geht auch mit Servietten oder Tischdecken“, erklärt die Selmerin. Ihr Tipp: Im Secondhandladen Düt&Dat gebe es zum Beispiel gebrauchte Tischdecken für einen Euro, die könne man dann auseinander schneiden.

Petra Burkhart setzt bei der Verpackung auf Zeitungspapier: „Wenn man das mit einer roten Kordel umbindet, sieht das super aus“, sagt sie.

Müll reduzieren zu Weihnachten: Wie geht das in Selm?

Diese Verpackungen bestehen aus Socken. Sie sind also nach dem Auspacken benutzbar. © Sabine Geschwinder

Die Weihnachtssüßigkeiten:

„Da ist Weihnachten ein bisschen gemein“, sagt Petra Burkhart. Leckereien wie Domino-Steine befinden sich eigentlich immer in einer Plastikpackung. Das Selbermachen erfordert zwar ein bisschen mehr Übung, ist aber grundsätzlich möglich. Wer sich das nicht zutraut, kann aber auch andere Leckereien backen und sich dann vielleicht mit Freunden zum Tauschen treffen.

Die Geschenke:

„Ich fänd es toll, wenn wir zu Weihnachten auf den Versandhandel verzichten könnten“, sagt Petra Burkhart. „Wir haben hier doch super Läden“, sagt sie in Bezug auf Selm. Zum Beispiel den Buchladen, Knümann oder auch die drei Secondhandläden, die es in Selm gibt. Dort ließen sich zum Beispiel verschiedene schöne Geschenke kaufen.

Eine weitere Möglichkeit: Gutscheine. „Ich mache das schon seit Jahren mit meinen Töchtern so, dass wir Zeit zusammen verschenken“, sagt Barbara Schönborn.

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