Die Gebühren für die Restmülltonnen steigen. Für die Biotonne sinken sie in Selm. © Arndt Brede
Müllgebühren

Müllgebühren in Selm: Nicht alles wird im neuen Jahr teurer

Die Gebühren, die die Selmer für die Entsorgung des Abfalls zahlen müssen steigen 2021. Aber das gilt nicht für jeden Abfallbehälter. In einem Bereich sinken die Gebühren sogar.

Für die Bereitstellung und Durchführung der öffentlichen Abfallentsorgung erhebt die Stadt Selm als Gegenleistung Benutzungsgebühren nach Maßgabe des Kommunalabgabengesetzes und des Landesabfallgesetzes. Sie werden in jedem Jahr neu berechnet. Für das neue Jahr hat die Berechnung folgende Konsequenzen. Die Selmer Bürger müssen bei den Müllgebühren tiefer in die Tasche greifen als im zu Ende gehenden Jahr.

So kostet die Bereitstellung einer 60-Liter-Restmülltonne ab dem 1. Januar 2021 pro Haushalt jährlich 209,88 Euro. 2020 hatte das Gefäß noch 200,76 Euro gekostet. Gegenüber 2019 ist die Gebühr für diese Tonne um 11,52 Euro pro Jahr gestiegen. Für die 80-Liter-Restmülltonne zahlen die Selmer nun 266,40 Euro im Jahr. 255 beziehungsweise 252,12 Euro waren es 2020 beziehungsweise 2019. Die Steigerung der Gebühren für das 120-Liter-Restmüllgefäß von 2019 bis 2021 vollzog sich von 359,76 über 363,36 auf 379,68 Euro. Beim 240-Liter-Restmüllgefäß sieht die Rechnung so aus: von 682,56 auf 688,56 und auf 719,28 Euro.

Wer eine 1100-Liter-Restmülltonne hat, die er 14-tägig leeren lässt, zahlt ab dem 1. Januar 3153 Euro statt 3019,20 (2020) und 2995,92 Euro (2019). Die wöchentliche Leerung schlägt ab dem 1. Januar mit 6266,04 Euro statt 6000,12 beziehungsweise 5595 Euro zu Buche.

Steigen die Gebühren bei den Restmülltonnen, sinken sie bei den Biotonnen, erreichen aber nicht das Niveau von 2019. Die 60-Liter-Biotonne kostet jährlich ab dem neuen Jahr 71,04 Euro. 2020 kostete sie noch 72,24 Euro. 2019 hatte der Preis bei 69,96 Euro gelegen. Die Kostenentwicklung für das 80-Liter-Biomüllgefäß: 2021: 89,64 Euro; 2020: 91,20 Euro; 2019: 88,32 Euro. Beim 120-Litergefäß sieht das so aus: 2021: 126,84 Euro; 2020: 129,24 Euro; 2019: 125,16 Euro. Für die 240-Liter-Biomülltonne zahlen die Selmer ab dem 1. Januar 238,44 Euro. 2020 hatte die Gebühr noch bei 243,24 Euro gelegen. 2019 zahlten die Selmer 235,56 Euro.

Geringere Altpapierverwertungserlöse

Die Stadt Selm trägt mit der neuen Gebührenbedarfsberechnung aktuellen Entwicklungen Rechnung. Von Seiten der Verwaltung liest sich das so: „Die ansatzfähigen betriebswirtschaftlichen Gesamtkosten für das Jahr 2021 betragen 3.158.110,69 Euro. Gegenüber dem Ansatz des Vorjahres in Höhe von 3.001.229,41 Euro bei den ansatzfähigen betriebswirtschaftlichen Gesamtkosten bedeutet dies eine Erhöhung in Höhe von ca. 157.000 Euro. Begründet sind die erhöhten Ansätze durch gestiegene Kosten für Sach- und Dienstleistungen sowie reduzierte „Altpapierverwertungserlöse des Kreises Unna.“

So werden Erlöse aus der Altpapierverwertung in Höhe von 19.673,50 Euro erwartet. Im Vergleich zum Ansatz des Vorjahres bedeutet dies laut Verwaltung einen Mindererlös von rund 69.000 Euro. Hintergrund sei die prognostizierte Preisentwicklung auf dem Altpapiermarkt, die weiterhin rückläufig erwartet werde.

Auf der Kostenseite schlagen laut Verwaltung unter anderem Kosten des Kreises Unna in Höhe von 1.573.537,38 Euro für die Anlieferung und weitere Verarbeitung des Sperrmülls, des Altpapiers, des Grün- und Bioabfalls sowie des Restmülls zu Buche. „Kreisweit rückläufige Mengen und eine Defizitverrechnung beim Kreis Unna führen zu einer Steigerung der Kreisabfallgebühren im Vergleich zum letzten Jahr“, heißt es dazu aus der Stadtverwaltung.

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Arndt Brede

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