Mülltonnenbrand: Selmer verhindert größeres Feuer

Wohnhaus am Sandforter Weg

Nur durch das schnelle Eingreifen eines Selmers konnte in der Nacht zum ersten Weihnachtstag ein größerer Brand verhindert werden. Unbekannte hatten hinter einem Haus am Sandforter Weg stehende Mülltonnen angezündet. Die Flammen griffen sogar schon auf die Hausfassade über.

SELM

, 27.12.2016, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jürgen Gebel hatte in der Nacht eine Freundin nach Hause gebracht und war gegen 3 Uhr auf der Kurt-Schumacher-Straße in Richtung Sandforter Weg unterwegs. „Ich sah dann Rauch und Flammen“, so der 40-Jährige am Montag in einem Gespräch mit der Redaktion.

Schnell sei er zu der Stelle gelaufen. Dort habe er zwei am Haus stehende brennende Mülltonnen entdeckt. Es habe stark gequalmt, die Flammen seien schon sehr groß gewesen. Das Feuer habe auch schon auf die Fassade des Hauses übergegriffen. Die Spuren sind am Tag danach noch deutlich erkennbar.

Mülltonnen mit einem Besen weggezogen

Jürgen Gebel: „Ich habe sofort die 112 gewählt, konnte der Feuerwehr aber nicht die genaue Anschrift nennen.“ Er hielt die Telefonverbindung zur Leitstelle, lief zum Haus, drückte alle Klingelknöpfe und schlug gegen die Fenster. Rief immer wieder: „Es brennt.“

„Ich habe dann einen Besen entdeckt und mit ihm die brennenden Mülltonnen von der Wand gezogen.“ Eine ältere Dame sei schließlich aus dem Haus gekommen. Sie konnte der Feuerwehr, die immer noch am Telefon war, die genaue Anschrift mitteilten. „Dann sind eine weitere Frau und ein Mann aus dem Haus gekommen.“

Brand konnte schnell gelöscht werden

An der Hauswand habe ein Wasserschlauch gehangen, mit dem der Mann dann das Feuer löschen konnte. Kurze Zeit später seien die Feuerwehr und die Polizei eingetroffen. Wie Thomas Isermann, Leiter der Feuerwehr auf Anfrage mitteilte, sei das Feuer beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs des Löschzugs Selm bereits gelöscht gewesen. Isermann: „Ein zweiter Wagen konnte so wieder umkehren."

Wie die Polizei mitteilte, müsse nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen von Brandstiftung ausgegangen werden, so die Polizei. Jürgen Gebel erklärte, er habe auf dem gesamten Weg keine anderen Personen getroffen.

Gegen 3.45 Uhr ging Jürgen Gebel nach Hause. „Ich konnte aber zunächst nicht einschlafen. Die Bilder liefen immer wieder vor meinen Augen ab.“ 

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