Neue Rettungswache Selm: Stadt steht wegen des Standortes in konkreten Verhandlungen

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Der Kreis Unna hat den neuen Rettungsdienstbedarfsplan vorgelegt und der Stadt Selm Hausaufgaben mitgegeben, um die Zeiten der Rettungswagen zu optimieren. Wie weit ist die Stadt?

Selm

, 20.02.2020, 14:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im neuen Rettungsdienstbedarfsplan für den Kreis Unna sind konkret für Selm Veränderungen vorgesehen, die „unverzüglich und ohne schuldhaftes Zögern“ entsprechend umgesetzt werden müssen.

Diese Veränderungen sind:

  • Zur Verbesserung der Hilfsfristen in der Notfallrettung sollen bisherige Mehrzweckfahrzeuge ausschließlich als Rettungswagen (RTW) genutzt werden, und nicht mehr für zeitunkritische Krankentransporte. So erhält Selm einen zweiten RTW, dessen Vorhaltezeit mit 168 Wochenstunden montags bis sonntags deutlich erhöht wird. Selm verfügt damit über einen zweiten Rettungswagen.
  • Parallel zur Erhöhung der Vorhaltezeit des RTW Selm 2 ist entweder eine neue (zentrale) Rettungswache oder alternativ neben der Rettungswache in Bork ein weiterer Rettungswachenstandort für das Stadtgebiet Selm-Mitte in Betrieb zu nehmen. Abhängig von den weiteren Entscheidungsprozessen und der Dauer der Umsetzung dieser Baumaßnahme ist gegebenenfalls eine Interimswache zur Gebietsabdeckung in Selm-Mitte zu errichten und bis zur Fertigstellung der neuen (zentralen oder zusätzlichen) Rettungswache zu betreiben.
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Im Selmer Ausschuss für Umwelt und Zivilschutz im November 2019 hatte es geheißen, dass der Kreis und die Stadt als Standort für eine neue Rettungswache ein Grundstück am Kreisverkehr B236/K44n favorisieren. Damals hatte die Stadt auf Anfrage erklärt, dass grundsätzliches Einvernehmen mit dem Grundstückseigentümer herrsche aber auch noch mit den Krankenkassen zu sprechen sei.

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Laut Stadtsprecher Malte Woesmann ist dieses Grundstück nach wie vor im Rennen. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge? „Es werden zurzeit konkrete Gespräche mit dem Eigentümer geführt, nachdem der endgültige Rettungsdienstbedarfsplan verabschiedet ist. Damals befand sich dieser noch im Entwurfsstatus. Auch die sonstigen vertraglichen Regelungen in dem Gewerbegebiet sind mittlerweile getroffen.“ So lautet das aktuelle Statement des Stadtsprechers.

Das soll bald ein Ende haben: Von der Rettungswache Bork aus erreichen die Rettungswagen große Teile Selms nicht innerhalb von acht Minuten.

Das soll bald ein Ende haben: Von der Rettungswache Bork aus erreichen die Rettungswagen große Teile Selms nicht innerhalb von acht Minuten. © Arndt Brede

Was ist denn noch zu tun, damit die Rettungswache dort gebaut werden kann?

Woesmann dazu: „Es fehlt die Fertigstellung einer Detailplanung des künftigen Investors, der die Rettungswache bauen soll. Die Pläne für den geplanten Neubau der Rettungswache in Bork müssen an den neuen Standort angepasst werden. Darüber hinaus müssen die Kaufvertragsbedingungen mit dem Grundstückseigentümer verhandelt werden.“

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Wann wird sie in dem Fall gebaut? Das hänge von den Ergebnissen der Gespräche über den Kaufvertrag sowie der Vorlage der endgültigen Planung ab. Beabsichtigt sei, dass der Neubau so schnell wie möglich realisiert wird.

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