Ölspuren in Selm: Die Gründe sind vielfältig und manchmal kurios

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Diese Szene gehört fast zum Alltag: Ein dreieckiges Schild warnt vor einer Ölspur und Bindemittel markiert die betroffene Strecke. Am Wochenende war solch eine Maßnahme nicht möglich.

Selm, Cappenberg

, 19.01.2020, 20:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Samstag, 18. Januar, und am Sonntag, 19. Januar, ist die Selmer Feuerwehr zu zwei Ölspuren gerufen worden. Laut Stadtbrandinspektor Thomas Isermann fand sich die Ölspur am Samstag im Bereich Gerhart-Hauptmann-Straße/Römerstraße. „Dabei hat es sich um eine längere Ölspur gehandelt.

Die Ölspur am Sonntag verlief in Cappenberg ungefähr von der Einfahrt „Am Stierksken“ über die Freiherr-vom-Stein-Straße Richtung Werne, wie Isermann erklärt.

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In beiden Fällen war laut Stadtbrandinspektor Isermann der Einsatz eines Ölbindemittels nicht möglich. „Das geht nur bei recht kurzen Ölspuren, bei längeren nicht. Denn dann ist der Aufwand für die Beseitigung und dann die Entsorgung des Bindemittels zu groß.“ Außerdem sei sonntags und samstags schwer an eine Kehrmaschine - wenn man sie denn benötige - heranzukommen. „Die Stadtwerke haben keinen Bereitschaftsdienst, so dass diese Möglichkeit auch nicht gegeben war.“

Fachfirma musste anrücken

In beiden Fällen habe sich die Feuerwehr der Dienste des Drensteinfurter Fachunternehmens Umwelttechnik Hülsmann bedient, so Isermann. Die DFirma reinige die Fahrbahn in dem Fall chemisch und sauge sie auch ab, „so dass die Fahrbahn danach sofort wieder befahrbar war.“

Im gesamten Jahr 2019 hatte die Feuerwehr Selm laut ihrem Einsatzbericht auf der Homepage mit 19 Fällen zu tun, in denen es Ölspuren oder Ölflecken gab. Woran mag es liegen, dass es so viele Fälle gibt? Thomas Isermann: „Da gibt es viele Gründe.“ Das passiere, wenn zum Beispiel an einem Fahrzeug die Ölablassschraube defekt sei. Geplatzte Schläuche könnten auch zum Verlust von Öl führen. „Oder es läuft aus defekten Schläuchen Hydrauliköl aus“, sagt Isermann.

Manchmal ist der Tankdeckel nicht aufgeschraubt

Nicht selten ist aber ein ganz anderer Grund als ein technischer Defekt die Ursache für eine Spur: „Manchmal vergisst der Fahrer schlicht und einfach, den Tankdeckel wieder aufzuschrauben“, berichtet der Stadtbrandinspektor. Vor allem bei Lastwagen könne es dann vorkommen, dass in Kurven Flüssigkeit auslaufe.

Verursacher hat zu zahlen

Welche Ursache solche Spuren auch immer haben: Wer sie verursache, zahle für den Aifwand und den Einsatz der Feuerwehr und der Fachfirmen. „Aber nicht immer finden wir den Verursacher, der dann auch zu zahlen hat“, sagt Thomas Isermann.

Wer zahlt in einem solchen Fall? Die Antwort des Stadtbrandinspektor ist zwei Worte lang: „Die Allgemeinheit.“

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