Ohne Führerschein zu schnell unterwegs: Selmer konnte vor Gericht nicht leugnen

Gerichtsprozess

Trotz einschlägiger Erfahrungen mit der Justiz stellte ein Selmer sein Glück auf die Probe, setzte sich auf ein Mofa – und traf auf die Polizei. Vor Gericht galt für ihn: Leugnen zwecklos.

von Sylvia Mönnig

Selm

, 22.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit über 25 Jahren beschäftigt der 55-jährige Selmer die Gerichte regelmäßig unter anderem mit Fahrten ohne Führerschein oder Versicherungsschutz und unter Alkoholeinfluss. Er kassierte Geld- und auch Bewährungsstrafen.

Von einer erneuten Fahrt konnte ihn das allerdings nicht abhalten. Am Vormittag des 11. April war er mit seinem Mofa auf der Kreisstraße unterwegs und erweckte das Interesse der Polizei.

Nur zwei Worte

Die Beamten folgten ihm in ihrem Zivilfahrzeug und registrierten, dass er etwa 45 Stundenkilometer schnell war. Sie hielten ihn an und stellten fest, dass er, der keinen Führerschein besitzt, das nicht gedrosselte Zweirad gar nicht hätte fahren dürfen.

Die Fahrt ohne Fahrerlaubnis räumte der 55-Jährige nun vor dem Amtsgericht Lünen mit zwei Worten ein: „Es stimmt.“ Viel mehr gab es angesichts der zahlreichen Vorstrafen auch nicht zu sagen.

Für den Selmer endete das Verfahren letztlich mit 600 Euro Geldstrafe und einer Warnung von Richter Ulrich Oehrle: Bei einem nächsten Mal könne das Mofa auch als Tatwerkzeug beschlagnahmt werden. sam

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