Meinung

Ortsgestaltung gegen den Willen der Menschen geht nach hinten los

Das wird nicht gut ankommen im Amtshaus. Eine Woche nach der Bürgerversammlung zum Altenheimbau organisieren Bürgerinnen und Bürger eine zweite. Gut so, findet das dagegen unsere Autorin.
Der ehemalige Marktplatz Von Bork: Hier soll der Marktplatz gebaut werden. © Goldstein

Widerstand ist zwecklos. Das war die Botschaft, die die Stadtverwaltung auf der Bürgerversammlung zum geplanten Bau des Altenheims auf dem ehemaligen Marktplatz verbreitet hat. Das Grundstück ist verkauft, die Bebauung beschlossen, die Änderung des Bebauungsplans abgenickt. Stimmt alles. Aber davon lassen sich Borkerinnen und Borker nicht aufhalten. Gut so.

Ob bei ihrem Protest am Ende ein anderer Standort für das Caritas-Heim herauskommen wird, ist noch völlig offen. Aber zumindest ist dann nichts unversucht geblieben. Im Amtshaus, wo die Sache bereits den Stempel „erledigt“ bekommen hat, wird das die Verantwortlichen nicht freuen. Dabei sollten sie die erneute Diskussion als Chance begreifen.

Wenn sich Bürgerinnen und Bürger derart für ihren Ort ins Zeug legen, zeigen sie, wie verbunden sie sich damit fühlen: ein Engagement, das Wurzeln hat. Und das Energie freisetzt, die Kommunalpolitik dringend braucht. Solchen Menschen sagt man nicht, es sei schon alles längst entschieden. Zumal sich auch die Caritas an ihren Entscheidungen von vorgestern nicht gebunden gefühlt hatte und größer plante als zunächst vorgesehen.

Ortskernentwicklung gegen den Willen der Menschen, die dort leben, geht nach hinten los. Und bei der Umgestaltung von Bork ist das Altenheim nur eine Facette.

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