Overbergschule Selm: Hinter dem Gebäude wächst die Zukunft

Schulgarten

Es ist lange her, da war der Schulgarten der Overbergschule ein Prachtstück. Dann verwilderte er. Jetzt wächst dort wieder etwas. Und nicht nur Gemüse.

Selm

, 30.04.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Schulgarten soll ein nachhaltiges Stück Fläche hinter dem Gebäude der Overbergschule werden.

Der Schulgarten soll ein nachhaltiges Stück Fläche hinter dem Gebäude der Overbergschule werden. © Arndt Brede

Auf dem Weg, „Gesunde Schule“ zu werden, hat die Overbergschule einen weiteren Schritt gemacht. Neben dem von der EU-finanzierten Programm „Schulobst“, an dem die Selmer Grundschule seit dem Schuljahr 2019/2020 teilnimmt, ist jetzt ein wichtiger Baustein dazu gekommen. Lehrerteam und Schüler haben sich Tatkraft und Expertise der „GemüseAckerdemie“ gesichert.

Die GemüseAckerdemie ist ein Bildungsprogramm des Vereins Ackerdemia und unterstützt Kitas und Schulen bei der Beackerung und Bewirtschaftung ihrer Gemüsegärten aktiv, wie Lehrerin Claudia Brunsmann berichtet. Auf diese Experten ist Schulleiterin Christine Jücker gestoßen, als sie der Frage nachging „Was können wir mit der wertvollen Fläche anfangen?“.

Jetzt lesen

Um Experten der GemüseAckerdemie zu engagieren, braucht die Overbergschule für diese Unterstützung, die über eine Zeitspanne von circa drei Jahren läuft, eine finanzielle Förderung. „Dieses Projekt, das zu 100 Prozent den Kindern zugute kommt, unterstützen wir natürlich gerne. Da sind unsere Einnahmen aus dem Kunst-und-Kekse-Markt 2019 gut angelegt“, sagt Fördervereinsvorsitzende Anja Reher. Ebenso fragte Schulleiterin Christine Jücker bei der Stiftung der Sparkasse an der Lippe nach – und mit Erfolg: „Mit diesem finanziellen Polster können wir die GemüseAckerdemie buchen.“

Generation fördern, die weiß, was sie isst

Schnell waren die Kontakte hergestellt und der Regionalleiter NRW, Glenn Vogt, stellte interessierten Lehrern und Mitarbeitern der Offenen Ganztagsschule (OGS) die GemüseAckerdemie vor: „Unser Ziel ist es, Schüler für eine gesunde Ernährung, für die Natur und für Nachhaltigkeit zu begeistern. Wir säen, pflegen, ernten und vermarkten mit den Kindern das selbst gezogene Gemüse. Wir fördern eine Generation, die weiß, was sie isst.“

Hinter dem Gebäude der Overbergschule hat das gemeinsame Projekt mit der GemüseAckerdemie begonnen.

Hinter dem Gebäude der Overbergschule hat das gemeinsame Projekt mit der GemüseAckerdemie begonnen. © Arndt Brede

Gesagt, getan: Das Ackerdemie-Team, rückte mit Ausrüstung, Pflanzplänen und neuen Pflanzen an. Coronabedingt waren nur wenige Schüler anwesend, aber die waren dafür mit Feuereifer dabei. Finja, Linus, Romy und Cheibani arbeiteten gewissenhaft und freudig mit. Da wurde gehackt und geharkt, gesät und gesetzt, gepflanzt und gewässert. „Wir helfen auch oft unserem Opa im Garten mit“, erzählten die Geschwister Linus und Romy.

Mitzuhelfen, das kennen viele Overberg-Schüler schon. Sowohl vormittags während des Schulunterrichts als auch im nachmittags in der OGS dürfen die Schüler nämlich wegen des Programms „Schulobst“ aktiv im Schulgarten arbeiten.

Und: „Wir werden in unserer schuleigenen Küche sicherlich das ein oder andere Gericht kochen“, so die Lehrerin Gerlinde von Frantzius.

Nun warten Schüler und Betreuer, wie das wächst, was sie an Sämereien ausgesät, an Pflanzen gesetzt und an Kartoffeln in die Erde gelegt haben.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt