Parken an der Kreisstraße: Darauf müssen sich Autofahrer bald einstellen in Selm

mlzKreisstraße

Mit Hochdruck arbeiten Bauarbeiter, um den Parkplatz auf der Ecke Kreisstraße/Landsbergstraße termingerecht fertigzustellen. Sobald es so weit ist, müssen Autofahrer umlernen.

Selm

, 06.11.2019, 21:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie rütteln, sanden, pflastern. Jeden Tag verwandeln Bauarbeiter das einstige Haus-Grundstück auf der Ecke Kreisstraße/Landsbergstraße ein Stück mehr in einen Parkplatz. Nicht ganz 90 Autos sollen dort Platz finden - planmäßig ab Dezember.

„Ich gehe davon aus, dass der Parkplatz Ende November fertig werden wird“, sagte Bürgermeister Mario Löhr während der Bürgerversammlung am Montagabend im Bürgerhaus. Die Eröffnung des Platzes wird eine Zäsur bedeuten.

Das ist die derzeitige Rechtslage: Parken vor der Ladentür

Bislang dürfen Autofahrer ihre Pkw entlang der rundum erneuerten Kreisstraße abstellen: längst auf den breiten Streifen neben der Fahrbahn, „aber natürlich nicht so, dass das Radfahrer und Fußgänger behindert“, appellierte Löhr. Sobald der Parkplatz in Betrieb ist, werde Schluss sein damit.

Etwas mehr als zwei Jahre hatten die Bauarbeiten für die neue Kreisstraße gedauert: eine schmerzhafte Geduldsprobe für Pendler und Anlieger. Seit diesem Sommer ist die Straße wieder befahrbar. Parkplätze sind rechts und links der Fahrbahn nicht mehr vorgesehen, dafür ein zentraler Parkplatz mit zwei E-Lade-Säulen.

Ab Dezember drohen Knöllchen

Das Parkverbot gilt aber noch nicht: Bis der Parkplatz fertig sei, dürften Autofahrer an der Straße stehen, hatte Bürgermeister Mario Löhr von Anfang an gesagt: ein Entgegenkommen für die Kundinnen und Kunden der Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen entlang der Kreisstraße.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren zurzeit nur, ob parkende Autos Radfahrer behindern. Künftig werden sie ihnen Knöllchen verpassen - mindestens für 15 Euro. Wer das Auto länger als eine Stunde stehen lässt oder andere Verkehrsteilnehmer behindert, ist mit bis zu 35 Euro dabei.

Kassenautomaten wird es nicht geben, aber Parkscheiben

Das Parken auf dem neuen Platz wird dagegen kostenlos sein. Die Stadt will keinen Kassenautomaten aufstellen - wohl aber Schilder, die die Parkzeit begrenzen werden. Ob auf eine Stunde, zwei oder drei Stunden, ist noch offen. Nur ein Teil des Platzes ist für Dauerparker vorgesehen.

Mario Löhr prophezeite, dass es Bürgerinnen und Bürger geben werde, die verärgert reagieren, weil sie nicht mehr vor der Ladentür stehen könnten. Aber der kurze Fußweg sei jedem zuzumuten.

„Warum überhaupt dieser Parkplatz“, fragte ein Teilnehmer der Bürgerversammlung. Um die Menschen zu motivieren, ihr Auto zu Hause stehen zu lassen und aufs Rad zu steigen, hätte die Stadt seiner Meinung nach auf die 390.000 Euro teure Investition verzichten können. „So etwas“, hielt Löhr ihm entgegen, „geht vielleicht in Münster, aber nicht bei uns.“

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