Mit „Christmas to go“ soll Weihnachten in Selm und Bork spürbar werden. © Archiv: Münch
Weihnachtsaktion

Pfarrgemeinde St. Ludger organisiert „Christmas to go“ in Selm

Mit viel Begeisterung und großem Engagement hat die Gemeinde St. Ludger eine Weihnachtsaktion für Heiligabend auf die Beine gestellt. „Christmas to go“ soll das Weihnachtsgefühl geben.

Heiligabend in Selm: Die Familiengottesdienste der Pfarrgemeinde St. Ludger locken normalerweise über 1500 Menschen in die Kirchen. Es gibt Krippenspiele, Kinder singen Lieder und warten auf das Christkind. Doch solche großen Familiengottesdienste können in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt stattfinden.

„Aber Weihnachten soll bei uns natürlich nicht ausfallen“, erklärt Nicole Thien, die Pastoralreferentin der Pfarrgemeinde St. Ludger Selm. Also hat sie sich schon im September mit den Vorbereitungsteams der Weihnachtsgottesdienste zusammengesetzt und überlegt: Was können wir in diesem Jahr ändern?

Die Botschaft von Weihnachten spüren

Aus diesen Überlegungen ist am Ende ein Konzept entstanden, das die Selmerinnen und Selmer trotzdem Weihnachten spüren lassen soll – aber auf eine ganz andere Art und Weise. Der Plan: An Heiligabend werden in Selm und Bork insgesamt 46 verschiedene Stationen entstehen. „An jeder Station wollen wir die Botschaft von Weihnachten erzählen“, erklärt Thien.

„Weihnachten to go“, nennt sich die Selmer Idee. Weihnachten zum Mitnehmen, aber auch zum Mitgehen – das ist das Motto. Denn an jedem Stopp sind Plakate oder Menschen, die die Station erklären. Dabei soll es immer wieder etwas Neues zu entdecken geben. Und eines wird bei der Vielzahl der Stationen gleich klar: „Man kann Weihnachten so wirklich spüren und erleben“, erzählt Thien.

Weihnachtsgeschichte mit Playmobil-Figuren

An einer Station zum Beispiel können Selmerinnen und Selmer Selfies vor einer großen Winterlandschaften machen. Woanders kann man mit dem Handy oder Tablet einen QR-Code scannen und sich die Weihnachtsgeschichte mit Playmobilfiguren anschauen. An weiteren Stationen wiederum gibt es einen Sinnesparcours oder es hängen Bilderbücher oder Geschichten in den jeweiligen Fenstern.

Der Flyer der Pfarrgemeinde St. Ludger erklärt noch einmal die Aktion. © Viktoria Michelt © Viktoria Michelt

Es gibt aber auch Stationen, wo die Menschen selbst mitmachen können. Zum Beispiel können Weihnachtswünsche an eine Plakatwand geschrieben werden oder man kann einen Weihnachtsbaum mit Sternen schmücken, die man zu Hause bereits ausgedruckt hat.

„Christmas to go“ hat aber auch einen ganz besonderen Hintergedanken. „Uns war es wichtig, dass die ganze Aktion auch etwas Religiöses an sich hat“, so Nicole Thien. Deswegen gibt es auch an den Kirchen Stationen, an denen man sich zum Beispiel das Friedenslicht abholen oder sich die Krippen anschauen kann.

Großes und vielseitiges Engagement

Eine bestimmte Reihenfolge gibt es dabei nicht. Denn unter den vielen Stationen könne man sich ganz frei aussuchen, welche man abarbeiten möchte und welche Wege man nehmen will. Eine Sternenkarte, auf der alle Stationen mit einem Stern gekennzeichnet sind, weist den Weg. Damit behält jeder den Überblick.

Dass die Auswahl am Ende aber so groß und vielfältig ist, davon war aber auch Pastoralreferentin Nicole Thien überrascht: „Ich bin begeistert, dass es jetzt am Ende so viele Stationen geworden sind.“ Das Engagement innerhalb der Gemeinde sei groß und dass am Ende so viele Gruppen mitmachen, hätte am Anfang wohl niemand gedacht.

Mit der Sternenkarte behält man den Überblick – hier als Beispiel die Stationen in Bork. © Viktoria Michelt © Viktoria Michelt

Denn an der Aktion wirken viele mit: Jugendgruppen, Kindergärten, Chöre, die Familiengottesdienstvorbereitung, aber auch einzelne Familien oder Nachbarschaften. Selbst einige Geschäfte machen mit oder stellen ihre Fensterfronten zur Verfügung. Diese gemeinschaftliche Einstellung sei auch das, was die Aktion so besonders mache.

Viele Stationen sind auch nach Heiligabend zu sehen

Offiziell findet „Christmas to go“ am Heiligabend zwischen 15 Uhr und 17:30 Uhr statt. Trotzdem sind knapp zwei Drittel der Stationen auch noch am ersten und zweiten Weihnachtstag zu sehen. „Das eignet sich dann perfekt für einen Spaziergang mit der Familie durch die Stadt, vielleicht auch mit dem neuen Roller oder dem neuen Fahrrad“, erzählt Thien. Denn die Stationen sind für alle etwas, egal ob jung oder alt.

Wichtig sind Pastoralreferentin Nicole Thien aber auch die coronabedingten Sicherheitsvorkehrungen für die Aktion: „Es soll vor den Stationen keine Versammlungen geben und auch Alltagsmasken und Abstände sind Vorschrift, wenn mehrere Menschen an einer Station sein sollten.“

Sterne mit Wünschen im Advent

Die sogenannte „Sternenkarte“ zu der Selmer Aktion „Christmas to go“ wird es bald auf der Internetseite der Gemeinde St. Ludger (stludger-selm.de) geben. Zusätzlich wurde dieser aber auch schon einmal in den Pfarrbriefen verteilt.

Und auch wenn es bis Weihnachten noch etwas hin ist: „Wir haben gerade noch eine Adventsaktion am Laufen“, verrät Thien. Dabei können Familien und Haushalte selbst Sterne basteln und ihre guten Weihnachtswünsche darauf schreiben. Im Anschluss kann man die dann gut sichtbar in die Fenster hängen. Wie im Sommer schon mit den Regenbogen, soll die Sternenaktion noch einmal die Solidarität füreinander zeigen.

Über die Autorin
freie Mitarbeiterin
Ich liebe es, auch die unscheinbarsten Geschichten zum Leben zu erwecken – deswegen studiere ich Journalistik an der TU Dortmund und bin begeisterte Lokalreporterin, immer einer interessanten Geschichte auf der Spur.
Zur Autorenseite
Viktoria Michelt

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.