Polizei warnt vor Betrugsmasche mit angeblichem Sexvideo

Betrugsmasche

Enkeltrick, falscher Polizist, oder angebliche Schmuckkäufer. Betrugsmaschen gibt es viele. Eine Masche ist aber im Kreis Unna aktuell besonders verbreitet: Die mit dem angeblichen Sexvideo.

Selm

23.01.2019, 09:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Dieser Trick wird aktuell im gesamten Bundesgebiet angewendet“, sagt Ute Hellmann von der Polizei im Kreis Unna. Allein im Kreis Unna wurden aber, so teilt es die Polizei mit, seit Anfang des Jahres mehr als 30 Fälle bekannt, bei denen Menschen mit einem angeblichen Sexvideo erpresst wurden. Auch Selm ist betroffen. Eine zahlenmäßige Aufschlüsselung, woher die einzelnen Betroffenen kommen, sei aber laut Polizei nicht möglich.

Die Masche funktioniert so: Die Betroffenen bekommen eine Mail, in der der die Betrüger behaupten, den Computer des Betroffenen gehackt zu haben und ein Video zu besitzen, das ihn beim Anschauen von Porno-Videos zeigt, oder bei „sexuellen Handlungen.“

Die Drohung: Der Absender soll eine bestimmte Geldsumme mit der virtuellen Währung Bitcoins bezahlen, sonst würde das Video an alle Kontakte des Absenders geschickt. Bedrohlich wirkt auf manche, dass der Absender der Mail die eigene E-Mailadresse ist.

Kein Geld an Erpresser zahlen

„Diese ist allerdings durch die Täter gefälscht worden, vergleichbar mit der falschen-Polizisten-Masche, wo bei dem Angerufenen die Notrufnummer 110 oder die Amtsnummer der örtlichen Polizeiwache im Display erscheint“, so die Polizei. Der Computer sei nicht gehackt worden.

„Wir raten daher allen Betroffenen, keinerlei Geld in irgendeiner Form zu bezahlen. Die angedrohten Videos existieren nicht. Melden Sie den Vorfall bei ihrer Polizei“, teilt die Polizei mit.

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