Radweg-Ausbau zwischen Olfen und Selm beginnt

Ternscher See zum Dortmund-Ems-Kanal

In wenigen Wochen soll Schluss sein mit dem schmalen Pfad, dicht vorbei am Stacheldrahtzaun, nicht ganz breit genug bei Gegenverkehr: Der Radweg zwischen dem Ternscher See in Selm und dem Dortmund-Ems-Kanal in Olfen wird ausgebaut. Am Dienstag trafen sich viele Verantwortliche am Ternscher See zum symbolischen ersten Spatenstich.

SELM/OLFEN

, 06.02.2016, 05:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Radwegebau kann losgehen. Lars Hittscher (Vertreter Graf vom Hagen-Plettenberg / v.l.), Hermann Grömping (Kreis Coesfeld), Bürgermeister Wilhelm Sendermann, Bürgermeister Mario Löhr, Uta Schneider (Geschäftsführerin Regionale 2016), David Steudter (Bezirksregierung Münster) und Michael Augustin (Baufirma Siering) beim Spatenstich.

Der Radwegebau kann losgehen. Lars Hittscher (Vertreter Graf vom Hagen-Plettenberg / v.l.), Hermann Grömping (Kreis Coesfeld), Bürgermeister Wilhelm Sendermann, Bürgermeister Mario Löhr, Uta Schneider (Geschäftsführerin Regionale 2016), David Steudter (Bezirksregierung Münster) und Michael Augustin (Baufirma Siering) beim Spatenstich.

Es geht um 520 Meter Radweg, aber die sind vielen wichtig. Der Steverauen-Radweg zwischen Selm und Olfen gehört zu einem Netz von Radwegen, die sieben Kommunen in der Steverregion verbinden soll. Es ist der erste Teil des Regionale-2016-Projekts „Wasser Wege Stever“.

Bis zu drei Meter breit soll der Radweg werden, wo heute teils nur ein schmaler Pfad an einem Stacheldrahtzaun entlang führt. Dafür hat die Stadt Selm sich mit Grundstückseigentümern geeinigt und einen Streifen Grundstück abgekauft. Der Radweg soll mit Schotter ausgelegt werden, darauf kommen zwei Schichten Asphalt. Auch die Teile, die bereits asphaltiert sind, werden erneuert.

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Spatenstich am Ternscher See

Der Weg werde eine Verbindung für Olfen und Selm schaffen, sagte der Selmer Bürgermeister Mario Löhr am Dienstag beim Spatenstich am Ternscher See. Das Wegstück sei ein Symbol dafür, „dass wir hier viel, viel mehr tun“, sagte sein Amtskollege aus Olfen, Wilhelm Sendermann. Denn das Radwegenetz soll sich später auch über Haltern bis nach Nottuln erstrecken und das gesamte Einzugsgebiet der Stever verbinden.

„Hier werden Grenzen aufgebrochen“, sagte Sendermann. Ohne die Regionale 2016 wäre so ein großes Projekt, an dem viele Verbände und Kommunen mitzuentscheiden haben, wohl nicht möglich gewesen, so Sendermann. „Der Radweg hätte sonst wohl keine Chance gehabt.“ Unter dem Dach der Regionale 2016 solle der Radweg ein Gewinn für alle werden.

Info-Veranstaltung in Olfen

Wie der Masterplan für die Region weiter aussehen soll, dazu werden sich die Fachplaner am 4. April in Selm treffen. Danach wird es eine Bürger-Informationsveranstaltung in Olfen für alle Selmer und Olfener geben.

Dann soll der erste Schritt des Masterplans längst realisiert sein. Rund vier Wochen soll der Bau des Wegs zwischen Ternscher See und Kanal dauern. Die Arbeiter sollen noch in dieser Woche anfangen, vorausgesetzt das Wetter macht ihnen keinen Strich durch die Rechnung, so Antonius Wiesmann von der Stadtverwaltung Selm. Pünktlich zum Beginn der Radfahr-Saison soll der Weg fertig sein.

Der Radweg wird auf rund 520 Metern ausgebaut. Davon sind rund 340 Meter auf Olfener und weniger als 200 Meter auf Selmer Gebiet. Bis zu drei Meter breit wird der neue Weg, inklusive eines halben Meters Bankette an den Seiten. Der Bau kostet rund 88.000 Euro. 30.000 Euro trägt die Stadt Selm, den Rest die Stadt Olfen. 70 Prozent des Geldes sind Landesfördermittel. Anfang bis Mitte März soll der Weg fertig sein.

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