Regierung will in Workington provisorische Brücke errichten

Flutkatastrophe

SELM/WORKINGTON Die schlechten Nachrichten aus Selms Partnerstadt Workington reißen nicht ab. Während bei den Aufräumarbeiten nur langsam das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar wird, waren die Bewohner am Mittwoch in Angst vor neuen, heftigen Regenfällen.

von Von Kevin Kohues

, 25.11.2009, 17:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Es regnet weiter in Wokington und Cockermouth.

Es regnet weiter in Wokington und Cockermouth.

Margaret Jones, stellvertretende Bürgermeisterin von Workington, berichtet, dass die einsturzgefährdete Workington Bridge nie wieder verwendet werden könne. Ende für Workington Bridge "Sie wird eingerissen, wenn sie bis zum Abriss nicht von alleine eingestürzt ist." Ob die mit Gerüsten abgestützte Brücke dem weiter steigenden Wasserpegel trotzen kann, ist ungewiss. Sollte sie einstürzen, wären 11.000 Häuser im Norden der Stadt von der Telefonverbindung abgeschnitten. Der Bau einer neuen Brücke würde drei Millionen Pfund kosten.

Unterdessen kündigte Premierminister Gordon Brown gestern an, dass die Regierung prüfe, ob über den Fluss Derwent zunächst eine provisorische Brücke gebaut werden könne. Diese wäre dringend nötig, da der Einsturz der Northwest Bridge zu einem Verkehrschaos geführt hat. Eine Fahrt durch die Stadt, die vor der Flut einige Minuten dauerte, nimmt wegen der langen Umwege jetzt Stunden in Anspruch. Vorläufiger Bahnhof als einzige Verbindung Im abgeschnittenen Stadtteil Seaton sei ein vorläufiger Bahnhof eingerichtet worden, damit die Menschen aus Seaton und Northside nach Workington gelangen können. Die Schüler aus diesen Gebieten, die bereits vier Schultage verpasst haben, sollen mit Hilfe eines Busdienstes vom Bahnhof abgeholt und zur Schule gebracht werden. Petra Bröscher, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, steht seit Tagen in Kontakt mit Freunden und Bekannten in Workington. Via Telefon und E-Mail berichten sie ihr regelmäßig von der Lage vor Ort. Mietpreise steigen So auch Krankenschwester Angela Dunbabin, die davon erzählt, dass die Mietpreise seit Beginn der Überschwemmungen um 50 Prozent gestiegen seien. Nicht gerade eine Geste der Großherzigkeit gegenüber den Menschen, die ihre Häuser verloren haben.Spendenaufruf: Stichwort Flutkatastrophe Workington 2009 Bankverbindung: Volksbank Selm-Bork-Altlünen BLZ 401 653 66 Kto.Nr. 122 055 801 Sparkasse Lünen BLZ 441 523 70 Kto.Nr. 117 005 298 Diese Brücken wurden zerstört:

Workington Brücken auf einer größeren Karte anzeigen Hier liegt die Selmer Partnerstadt:

Workington u. Cockermouth auf einer größeren Karte anzeigen

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