Reizgas-Vorfall in Selm: Noch ist unklar, wer zahlt

Großer Rettungseinsatz

Der Reizgas-Vorfall an der Selmer Sekundarschule hat einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst - doch wer dafür aufkommen wird, ist bislang ungeklärt. Bevor die Stadt Selm, die Polizeiverwaltung oder der Rettungsdienst hierfür eine Lösung finden können, müssen sie erst etwas anderes herausfinden.

SELM

, 02.02.2017, 06:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reizgas-Vorfall in Selm: Noch ist unklar, wer zahlt

Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei sind am Montag zu einem Großeinsatz an der Otto-Hahn-Realschule ausgerückt. Mehrere Schüler und Lehrer hatten über Atemreizungen, Husten und einen unangenehmen Geruch geklagt.

Nach dem Großeinsatz wegen versprühtem Reizgas an der Sekundarschule hat die Schule das Thema aufgearbeitet. Die Rettungskräfte sich noch dabei. Sie rechnen nun nach, was der Einsatz gekostet hat und ob sie das jemandem in Rechnung stellen können.

Keine strafrechtlichen Konsequenzen

Strafrechtlich hat der Vorfall für den 13-Jährigen, der zugegeben hatte, das Pfefferspray im Schulfoyer versprüht zu haben, keine Konsequenzen. Der Junge ist noch strafunmündig, sagt Thomas Röwekamp, Sprecher der Polizei im Kreis Unna.

Die Polizeiverwaltung prüfe aber noch, ob die Personalkosten den Eltern in Rechnung gestellt werden können. Wie hoch diese Kosten sind, könne er noch nicht abschätzen, sagte Röwekamp.

Auch die Stadt Selm prüft, ob sie Kosten „an Dritte“ weitergeben kann, so Bürgermeister Mario Löhr auf Anfrage. Dazu müsse die Verwaltung aber erst die gesamten Kosten des Einsatzes berechnen. Dabei geht es etwa auch um Verdienstausfälle für die freiwilligen Feuerwehrleute, die zum Einsatz gefahren waren.

Auch ein Rettungsdienst aus Dortmund war ausgerückt. Die gesamte Summe könne er noch nicht abschätzen, sagte Löhr. Erst einmal sei er froh, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.

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