Die neue Rettungswache in Selm ist über den Planungsstatus noch nicht hinaus. Die Stadt will jetzt selbst bauen - der Rat der Stadt Selm muss das aber erst noch beschließen. © Richter
Geplanter Neubau

Rettungswache Selm: Verhandlungen um die Finanzierung laufen weiter

Dringend muss in Selm eine neue Rettungswache gebaut werden, um die Rettungsfristen im Ernstfall einhalten zu können. Doch hinter den Kulissen läuft der Streit um die Finanzierung weiter.

Dass Rettungskräfte seit einiger Zeit von der Ludgeristraße aus zum Einsatz eilen, soll eine Notlösung sein. Übergangsweise sollen damit die Auflagen des Rettungsdienstbedarfsplans erfüllt werden, der eine zentraler in Selm gelegene Rettungswache fordert. Denn nur so könnten die Fristen, in denen eine medizinische Hilfeleistung noch rechtzeitig kommt, eingehalten werden.

Die neue Rettungswache soll auch gebaut werden – doch auf der Zielgeraden aller Planungen kommt eine besondere Dynamik in die Verhandlungen, die sogar alle Pläne sprengen könnte. Wie berichtet hat die Volksbank Selm-Bork ein Ultimatum gesetzt: Wenn man sich mit den Finanziers des Rettungsdienstes nicht im Laufe des Januars einigen könne, will sich das Kreditinstitut komplett aus dem Projekt zurückziehen. Das wäre ein Desaster, zumal sich das Projekt ohnehin in zeitlichem Verzug befindet.

Kreis sieht Verhandlungen nicht in Gefahr

Beim Kreis Unna, der den Neubau der Rettungswache fordert und auch forciert, kennt man die Diskussion. „Das ist aber für uns nichts Dramatisches“, sagt Sprecher Volker Meier. Es liefen halt noch Verhandlungen und man gehe optimistisch davon aus, dass diese auch zeitnah zu einem positiven Abschluss kommen werden. „Da wurde noch keine Tür zugeschlagen“, ist es Meier aber wichtig zu betonen. Doch nach dem Ultimatum der Volksbank Selm-Bork scheint die dafür schonmal Schwung zu holen.

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