Riesenpaella-Pfannen und überrannte Zäune

Weltjugendtag

Mareike Trapp war eine von hunderttausenden Jugendlichen aus aller Welt, die am Weltjugendtag in Madrid teilgenommen hatten. "Es war wirklich eine einzige Party", ist die Selmerin Rückkehr immer noch begeistert. Sie gehörte zur 23-köpfigen Pilgergruppe des Dekanates Lüdinghausen.

OLFEN / SELM

26.08.2011, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir haben so viele Menschen getroffen, die die gleichen Ansichten zum Glauben haben“, beschreibt Simon Schmidt die Reise. Die ersten Tage in Pamplona waren schon ein Erlebnis für die Gruppe. „Insbesondere der Tag auf der Burg Javier“, finden alle drei gemeinsam. Dort kamen das erste Mal tausende von Jugendlichen zusammen, um an einem internationalen Kulturprogramm und Gottesdiensten teilzunehmen. „Toll war auch das Essen“, sagt Simon Schmidt und lacht. Aus zwei Riesenpaella-Pfannen wurde das traditionelle spanische Reisgericht serviert. Nach ein paar Tagen in Pamplona ging es dann nach Madrid. „Das war natürlich noch eine ganze Ecke größer“, sagt Mareike Trapp. „Alle waren wirklich gut drauf“, pflichtet ihr Simon Schmidt bei. 

„Das ganze hatte schon Festivalcharakter“, so Olfens Pastoralreferent weiter. Samstag kam dann aber ein Bruch. Dort ging es zum Gelände des Abschlussgottesdienstes. Eigentlich wollte die Olfener Gruppe dort die Nacht verbringen und auch eine Messe in der Nacht feiern. Am nächsten Tag wollten die Olfener Teil des Abschlussgottesdienstes sein. Doch daraus wurde nichts. Als die Gruppe am Gelände des Flughafens, wo der Abschlussgottesdienst stattfand, ankam, war der vorgesehene Platz schon völlig überfüllt. Die Gruppe musste auf einen anderen Platz ausweichen, der eigentlich für Tagespilger vorgesehen war. Doch dort war die Wasserversorgung sehr schlecht, Erste-Hilfe gab es nicht und auch Essen wurde dort nicht verteilt.

Als gegen Abend ein Unwetter aufzog und sich der Platz mehr und mehr füllte, kamen die Verantwortliche vom Bistum Münster zu dem Entschluss, vorzeitig abzureißen. „Wir waren am Anfang zwar schon ein bisschen enttäuscht aber auch erleichtert. Etwas unwohl hatten wir uns nämlich auch gefühlt“, erinnert sich Simon Schmidt an Szenen, die ihn an die Love-Parade-Katastrophe von Duisburg erinnerten. Teilweise wurden nämlich bereits Zäune überrannt, während die Massen weiter nachströmten. So nahm die Gruppe zwar nicht am Abschlussgottesdienst teil, war am Ende aber froh, gesund nach Hause gekommen zu sein.

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