Rundgang durch das neue katholische Jugend- und Gemeindezentrum an der Kreisstraße

mlzNeubau in Selm

Neben dem Kirchturm der abgerissenen Kirche St. Josef entsteht ein neuer Treffpunkt für Jugendliche, egal, ob kirchlich verwurzelt oder nicht. Wir haben hinter die Glastüren geschaut.

Selm

, 03.03.2019, 12:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bodentiefe Fenster zu beiden Seiten des Neubaus an der Kreisstraße spiegeln die neugierigen Betrachter. Details innen lassen sich vom Bauzaun aus nicht ausmachen. Gut, dass Pfarrer Claus Themann und Pastoralreferentin Anja Baukmann da sind.

Der große Saal im neuen katholischen Zentrum lässt sich auch in zwei Räume aufteilen. #theta360 #theta360de - Spherical Image - RICOH THETA

Sie öffnen die Tür zu dem neuen, 330 Quadratmeter großen Zuhause für mehr als 120 Pfadfinder, fast 70 Messdienerinnen und Messdiener, andere interessierte Jugendliche – ob kirchlich gebunden oder nicht, wie Baukmann betont – und weitere Gruppen der katholischen Kirchengemeinde St. Ludger. Am 5. April, 19 Uhr, wird das neue Pfarr- und Jugendzentrum mit einer Messe im Haus eingeweiht, anschließend folgt eine Party für alle.

Der Innenausbau ist nahezu abgeschlossen. Bald können die Handwerker einpacken: das Startsignal, mit der Möblierung der Räume zu beginnen und umzuziehen. Neben dem großen Saal im Herzen des Neubaus - er lässt sich bei Bedarf mit einer Trennwand teilen - , gibt es zwei geräumige Gruppenräume, eine Küche mit mehreren Herden und Öfen sowie einen WC-Bereich inklusive Dusche: alles ebenerdig zu erreichen.

Die Küche im neuen Jugend- und Gemeindezentrum #theta360 #theta360de - Spherical Image - RICOH THETA

Der Haupteingang mit automatisch öffnenden Tür befindet sich direkt gegenüber eines anderes Neubaus, den die Kirchengemeinde bereits vor einem Jahr einweihen konnte: die neue Kapelle unter dem Dach des Seniorenheims St. Josef: das einzige Gotteshaus in der Stadt Selm, das zurzeit täglich geöffnet ist, auch außerhalb der Gottesdienstzeiten.

Dass es sich bei dem Neubau um ein Haus der Kirche handelt, ist nicht nur an der Nachbarschaft abzulesen, sondern auch an dem Kirchturm: dem Relikt der abgerissenen Kirche. Der Sockel daran ist noch leer. Er wird die Josefsstatue aus der ehemaligen Kirche tragen. Am 6. April 17.30 Uhr, erfolgt die Einweihung von Turm und Statue - einen Tag nach der Einweihung und Eröffnung des neuen Zentrums.

Fertig sein wird dann aber noch nicht alles. Der Kirchturm wird ein Kletterturm werden. Dafür hatten die Volksbank und einzelne Spender bereits Geld für Verfügung gestellt. 9000 Euro fehlen aber noch, wie Pfarrer Claus Themann sagt. Die Gemeinde werde weiter sammeln. In der warmen Jahreszeit, so die Hoffnung, werden alle, die sich das trauen, in die Höhe klettern können.

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Ob sie dabei Gottes Nähe suchen, den persönlichen Kick oder die sportliche Herausforderung, ist dabei egal. Das neue katholische Zentrum will bewusst seine Türen für alle öffnen: egal, ob jung oder alt, gläubig oder zweifelnd oder an Religiösem gar nicht interessiert.

Claus Themann und Pastoralreferentin Anja Baukmann freuen sich über die Zusage des Bistums einer neu geschaffenen Stelle: eine sozialpädagogische Fachkraft für die offene Jugendarbeit.

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