An der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule in Selm wurden Schüler nach einem Streit im Krankenhaus behandelt. © (Archiv) Arndt Brende
Sekundarschule Selm

Schulschlägerei in Selm endet im Krankenhaus: Bürgermeister äußert sich

Nach einer Schlägerei müssen zwei Schüler im Krankenhaus behandelt werden, auch ein Messer soll im Spiel gewesen sein. Jetzt äußert sich Bürgermeister Orlowski zu dem Vorfall in Selm.

Der Schreck an der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule in Selm dürfte tief sitzen, nachdem zwei Schüler nach einer Schlägerei im Krankenhaus behandelt werden. Am Mittwoch (9.12.) hatten sich vier Schüler im Alter von 13 Jahren gestritten. Was als verbaler Streit begann, artete in eine handgreifliche Auseinandersetzung aus, erklärt die Kreispolizeibehörde Unna.

Selms Bürgermeister Thomas Orlowski zeigt sich betroffen über den gewalttätigen Vorfall, der sich an der Schule ereignet hat. „Ich wünsche den Verletzten eine schnelle Gesundung. Nun liegt es an der Polizei, den Sachverhalt aufzuklären“, so Orlowski auf Aufrage der Redaktion. Die Aufarbeitung des Vorfalls an der Schule habe bereits begonnen und werde fortgeführt. Dafür ist die Schule auch im Austausch mit externen Experten sowie der Polizei.

Zwei Jugendliche mussten ins Krankenhaus

Eskaliert war das Handgemenge durch hinzugerufene ältere Geschwister und weitere Schüler, vier 15- und 16-Jährige, beteiligten sich – es kam zu Körperverletzungen durch Schläge und Tritte. Vier der Beteiligten wurden dadurch leicht verletzt, so die Polizeipressestelle. Bei zwei von ihnen war eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Eine der 13-jährigen Schülerinnen hatte auch ihren 15-jährigen Bruder verständigt, der nicht mehr Schüler der Schule ist. Dieser sprach pauschale Drohungen aus und erschien mit einem verdeckt getragenen Messer auf dem Schulgelände. Das Messer wurde von den Einsatzkräften sichergestellt.

Die Stadt sei mit sämtlichen Schulen in einem ständigen Austausch, wie sie auf Anfrage der Redaktion erklärte. Befürchtungen, dass dieser Vorfall sich auf das Anmeldeverhalten beziehungsweise den Ruf der Schule auswirken könnte, habe die Stadtverwaltung nicht. „Dieser Fall ist kein spezifischer Fall der Sekundarschule oder einer anderen Schule in Selm. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben leider gezeigt, dass gewalttätige Vorfälle überall passieren können. Es ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Schülerinnen und Schülern gewaltfreie Lösungen für Konflikte aufzuzeigen“, so Bürgermeister Thomas Orlowski.

Die Leitung der Sekundarschule wollte sich auf Anfrage der Redaktion nicht zu dem Vorfall äußern und verwies auf die Ermittlungen der Polizei.

Die Kinder der nahegelegen Ludgerigrundschule haben laut Schulleitung Stephanie Brockhaus nichts von dem Vorfall mitbekommen: „Die Kinder warten zu der Zeit nicht auf dem Schulhof. Sie waren in der Hausaufgabenbetreuung oder beim Essen.“ Trotzdem sei das Lehrpersonal informiert, falls Kinder Gesprächsbedarf hätten.

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Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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