Schulschwänzern drohen auch in Selm Ordnungsmaßnahmen

SELM Wer Blaumacht muss mit Konsequenzen rechnen - da sind sich die Schulleitungen der drei weiterführenden Schulen in Selm einig. Mit einer Reihe von Maßnahmen gehen sie gegen notorische Schulschwänzer vor.

von Von Kathrin Strehle

, 20.03.2009, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schulschwänzern drohen auch in Selm Ordnungsmaßnahmen

Bei geringsten Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Schüler geht die Realschule rigoros vor.

An jeder Selmer Schule gibt es Schüler, die zeitweise oder längerfristig nur unregelmäßig am Unterricht teilnehmen - ein paar mehr an der Hauptschule, ein paar weniger am Gymnasium. Anruf und Bußgeldverfahren Um die schwänzenden Jugendlichen schon früh wieder in die Schule zu holen, gehen Lehrer und Schulleiter meist systematisch vor: bringen Gespräche mit besagten Schülern keine Besserung, geht beispielsweise die Otto-Hahn-Realschule laut der 2. Konrektorin Kirsten Wever sehr rigoros vor.   Schon bei den geringsten Zweifeln an der Glaubhaftigkeit des Schülers, rufe der Lehrer die Eltern an, betont sie. Trete auch danach keine Besserung ein, werde zeitnah ein Bußgeldverfahren beim Kreis Unna eingeleitet.

Fünf Schüler der Erich-Kästner-Hauptschule stehen derzeit mit dem Kreis Unna in Kontakt. Über 100 Euro kann das Blaumachen die Jugendlichen kosten. "Sind die Schüler 14 Jahre alt, schicken wir den Bußgeldbescheid direkt an sie", erklärt Anja Seeber vom Schulamt im Kreis Unna. Vorher müssen die Eltern die Strafgebühren zahlen.

Bisher kein Arrest "Wenn Jugendliche das Geld nicht zahlen können, gibt es auch die Möglichkeit, den Betrag in Sozialstunden umwandeln zu lassen", erklärt Seeber. Sperrten sich die Schüler gegen diese Maßnahme, könne im schlimmsten Fall ein Jugendarrest verordnet werden. Nach Aussage aller Selmer Schulleitungen ist es hier dazu aber noch nicht gekommen.

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