Schwimmbad in Selm und Hauskauf in Bork: Letzte Ratssitzung vor der Wahl

mlzRatssitzung am 27. August

Die Corona-Krise belastet die Selmer Stadtfinanzen schwer und verschiebt die Pläne für den Bau eines neuen Hallenbades. Das setzt Mittel für eine andere Investition frei.

Selm

, 27.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Selmer Stadtrat tritt zu seiner nächsten öffentliche Sitzung am Donnerstag, 27. August, 17 Uhr, im Selmer Bürgerhaus, Willy-Brandt-Platz 2, zusammen: die letzte Ratssitzung vor der Kommunalwahl am 13. September. Dabei stehen die Stadtfinanzen für das nächste Jahr im Mittelpunkt - und ein Hauskauf in Bork.

Gewerbesteuer knickt ein durch Corona - aber weniger als erwartet

Die Corona-Pandemie belastet auch die Stadtfinanzen stark. Kämmerin Sylvia Engemann, die den Haushaltsentwurf für 2021, am Donnerstag vorstellen wird, hat die Corona-Folgen für das neue Haushaltsjahr so beziffert: Insgesamt sei mit Ausfällen von 1,14 Millionen Euro zu rechnen - darunter eine halbe Million Euro weniger Gewerbesteuer und ein um 640.000 Euro reduzierter Anteil an der Einkommenssteuer. Für das Jahr 2020 werde es auch zu Ausfällen bei der Gewerbesteuer kommen. Die werden aber laut Haushaltsentwurf „für die Stadt Selm vergleichsweise gering prognostiziert“ - entgegen erster Vermutungen. Unterm Strich erwartet Engemann „eine Stabilität der Gewerbesteuer für das Jahr 2021 und leichte Steigerungen für die Folgejahre“ - Corona zum Trotz.

Der geplante Hallenbadbau muss dennoch länger auf sich warten lassen als ursprünglich geplant, wie Bürgermeister Mario Löhr bereits im Juli mitgeteilt hatte. Wenn Fördermittel fließen, ist laut Haushaltsentwurf frühestens 2022/23 damit zu rechnen: eine Herausforderung für den neuen Stadtrat, den die Selmer Bürgerinnen und Bürger am 13, September wählen werden. Die finanziellen Rahmenbedingungen, in dem sich das neue Kommunalparlament bewegen kann, setzt aber schon das scheidende Gremium.

Hauskauf mit Geld für Hallenbad-Planung

Die Position über Planungskosten für „den Neuerwerb beziehungsweise die Sanierung der Schwimmbäder“, immerhin 500.000 Euro, verschiebt sich schon jetzt von 2020 auf 2021 - vorausgesetzt der Stadtrat stimmt am Donnerstag zu. Wenn das der Fall ist, kann es schon in diesem Jahr zu einem Hauskauf kommen.

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Es geht um den „Ankauf eines bebauten Grundstücks im Ortskern Bork“. Kosten: 435.000 Euro. Um welches Haus es sich handelt, teilt die Stadt nicht mit. Da bleibt bis zur Ratssitzung nur Spekulation:

Bei der Bürgerversammlung zur Ortsteilentwicklung in Bork im Februar 2020 hatte Bürgermeister Mario Löhr angekündigt, dass die Stadt plane, Haus Dörlemann an der Hauptstraße - die einzige Kneipe im Ort - zu kaufen als Orts der Begegnung. Die Stadt hatte außerdem angekündigt die fünf Häuser im Kirchring erwerben zu wollen. Mit einem Eigentümer war sie sich bis zuletzt noch nicht einig geworden.

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Zwei Häuser am Borker Kirchring zwischen St. Stephanus und Hauptstraße sind bereits im Eigentum der Stadt, die weiteren drei sollen folgen. Was damit passieren soll, ist allerdings noch offen. Es gibt mehrere Ideen.

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