Bade-Erlaubnis für Ternscher See: Gäste-Obergrenze und Registrierung nötig

mlzTernscher See

Im Ternscher See in Selm darf wieder geschwommen werden. Gesundheits- und Ordnungsamt haben grünes Licht gegeben. Wer auf das Freibad-Gelände möchte, muss jedoch diverse Auflagen beachten.

Selm

, 08.06.2020, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nun also doch: Seit vergangenem Mittwoch, 3. Juni, hat der Ternscher See in Selm auch wieder für Badegäste geöffnet. Nachdem das Fleetzen auf der Liegewiese und am Strand schon seit einigen Wochen wieder erlaubt ist, ist nun auch das Schwimmen im See wieder gestattet.

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Das Konzept, das die Verwaltungs-Mitarbeiter des Ternscher Sees erstellt haben, haben Gesundheits- und Ordnungsamt abgesegnet, wie Betriebsleiter Philip Grasekamp auf Nachfrage erklärt: „Wir haben letzte Woche grünes Licht und die Bade-Erlaubnis bekommen. Am Mittwoch hatten wir schon 42 registrierte Tagesgäste bei uns.“

Obergrenze von 400 Tagesgästen am Ternscher See

Laut Grasekamp dürfen pro Tag lediglich 400 Tagesgäste gleichzeitig auf dem Gelände des Sees verweilen. „Das ist die Obergrenze an Tagesgästen. Insgesamt dürfen 750 Personen gleichzeitig auf das Gelände. Aber wir wollen unseren Dauer-Campern die Möglichkeit geben, auf das Gelände zu kommen. Denen räumen wir das Vorrecht ein“, so Grasekamp. Darüber hinaus steht den Gästen lediglich eine Außendusche zur Verfügung. Die anderen Duschen sind gesperrt.

Die Tagesgäste müssen sich am Eingang des Geländes registrieren und in eine Liste eintragen. Ins Wasser dürfen zudem längst nicht alle Gäste gleichzeitig. „Im Nichtschwimmer-Bereich dürfen sich nur etwa 50 Menschen gleichzeitig aufhalten, da auch im Wasser der Mindestabstand eingehalten werden muss“, so Grasekamp. Wie viele Menschen gleichzeitig im Schwimmerbereich schwimmen dürfen, konnte Grasekamp nicht beziffern.

Externe Sicherheitsfirma überwacht Einhaltung der Regeln

Die Kontrolle, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Wasser aufhalten, sei eine „große Aufgabe“ für das Personal. Grasekamp: „Da müssen wir stets ein Auge drauf werfen.“ Für die Kontrollen habe der Seepark zudem Mitarbeiter einer externen Sicherheitsfirma beauftragt. Der Seepark stellt selbst zwei Bade-Aufsichten.

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Ein erstes Fazit hat Grasekamp schon abgegeben: „Bisher haben sich alle Besucher vorbildlich verhalten, haben den Mindestabstand, der auch auf den Liegeflächen gilt, eingehalten. Alle sind gewillt, die Auflagen zu erfüllen.“ Er hoffe daher, dass es trotz der Auflagen und der Verzögerung der Seepark-Öffnung, eine schöne Badesaison wird.

DLRG übernimmt noch keine Bade-Aufsicht

Die DLRG-Ortsgruppe Selm, die am Seepark eine eigene Wachstation hat, ist noch nicht wieder vor Ort, wie Andreas Jeske, Leiter der Verbandskommuniktion der DLRG, sagt. „Wir haben natürlich das Anliegen, an Badegewässern für Sicherheit zu sorgen. Daher hoffen wir, dass wir zeitnah unser Engagement wieder einbringen können.“

Auch die DLRG-Ortsgruppe Selm übernimmt am Ternscher See für gewöhnlich die Aufsicht. Bislang sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter noch nicht wieder vor Ort.

Auch die DLRG-Ortsgruppe Selm übernimmt am Ternscher See für gewöhnlich die Aufsicht. Bislang sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter noch nicht wieder vor Ort. © Viktoria Michelt (A)

Bislang habe die Ortsgruppe jedoch weder vom DLRG-Landesverband noch vom Land NRW Vorgaben erhalten, wie die Ortsgruppe den Wachdienst in Zeiten von Corona gestalten könne. „Bislang sind diesbezüglich noch keine Maßnahmen getroffen worden“, so Jeske weiter.

Grasekamp rechnet nicht mit allzu großem Andrang

Der Badebetrieb lief zunächst nur am vergangenen Mittwoch. In den Folgetagen war das Wetter für eine Öffnung zu schlecht, erklärt Betriebsleiter Grasekamp. Bei Badebetrieb ist der Seepark zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren 2 Euro. Bei schlechtem Wetter herrscht kein Badebetrieb. Geschwommen werden darf dann trotzdem. „Allerdings erfolgt das Schwimmen dann auf eigene Gefahr“, betont Grasekamp.

Ob er glaubt, dass der Ternscher See demnächst bei schönem Wetter einen Riesen-Zulauf bekommt, verneint er. „Ich glaube, die Leute sind noch sehr verhalten. Ich rechne daher nicht mit einem unberechenbaren Andrang.“ Planmäßig läuft die Badesaison am Ternscher See bis Mitte September. „Sollte wider Erwarten das Wetter auch im September noch beständig gut sein, wird der Badebetrieb vielleicht verlängert“, sagt Grasekamp.

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