Seepark Ternsche ist wegen Corona für Touristen und Besucher gesperrt

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Die Saison dauerte für den Seepark Ternsche bisher gerade einmal zwei Tage. Touristen und Tagesbesucher haben keinen Zugang mehr zum Gelände. Eine Personengruppe darf aber trotzdem kommen.

Selm

, 09.04.2020, 18:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Saison war im Seepark Ternscher See eigentlich alles bereit. Der Campingplatz, die Gastronomie, die Ferienhäuser. Für das Strandcafé war sogar extra für den 1. April ein neuer Mitarbeiter eingestellt worden. Viele Wochenenden in den Ferienhäusern war bereits gut gebucht. Doch dann kam alles anders.

Gerade einmal zwei Tage dauerte die Saison bisher für den Seepark Ternsche. Vom 15. bis zum 17. März. Am 17. März gab Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannt, dass zur Eindämmung des Coronavirus auch Hotels ihre Betten nicht mehr an Touristen vermieten dürfen und die Freizeitbetriebe ihren Betrieb ab sofort einstellen müssen. Auch Camping ist für Touristen nicht mehr möglich.

Also hieß das auch für den Seepark Ternsche, dass die Saison direkt zu Beginn auf unbestimmte Zeit zum Stillstand kommen müsste. „Wir haben am 17. März die Tore für den öffentlichen Betrieb geschlossen“, erklärt Seepark-Betriebsleiter Philip Grasekamp. Die Besucher, die teilweise auch für einige Wochen gekommen waren, mussten noch an diesem Tag abreisen.

Dauercamper dürfen kommen - werden aber nicht ermutigt

Das bedeutet: Campinggäste und auch Tagesgäste, die sonst den Park und seine Gastronomie für einen Ausflug nutzen, haben aktuell keinen Zutritt. Lediglich Dauercamper dürfen auf das Gelände.

Nur Dauercamper dürfen sich noch auf dem Gelände des Seeparks aufhalten.

Nur Dauercamper dürfen sich noch auf dem Gelände des Seeparks aufhalten. © Günther Goldstein

„Die Dauercamper dürfen natürlich zu ihrem Eigentum“, erläutert Grasekamp. Allerdings werden die Camper ermutigt, dass auch nur zu tun, wenn es absolut notwendig ist. Im Seepark sei es eigentlich Usus, dass die Dauercamper ihre Plätze bis Ostern aus dem Winterschlaf geholt haben, erläutert Grasekamp. Doch diese Regelung ist aktuell außer Kraft gesetzt. Zum Rasenmähen brauche niemand extra anreisen, „wir raten, lieber zu Hause zu bleiben“, sagt Grasekamp.

Und wer sich doch auf dem Campingplatz aufhalte, muss sich natürlich an die geltenden Kontaktregeln halten. „Das klappt auch sehr gut und die Menschen haben dafür viel Verständnis“, so Grasekamp. Das gelte aber nicht nur für die Camper. Auch die Menschen, die für einen Ausflug zum Ternscher See kommen und am Seepark vor einem verschlossenen Tor stehen, zeigten Verständnis für die Situation, so Grasekamp.

Kein Strandcafé, kein Spielplatz

Auch das Standcafé auf dem Gelände ist geschlossen. „Wir haben uns gegen ein Abholgeschäft entschieden“, sagt Grasekamp. Für jene, die sich vielleicht gerade eine Pommes auf die Hand geholt haben, lade die Nähe zum See vielleicht doch zu sehr zum Verweilen ein, was das Einhalten des Kontaktverbots erschweren könnte. Der Mitarbeiter, der eigens zum 1. April eingestellt wurde, könne aber immerhin anderweitig eingesetzt werden.

Die Spielplätze auf dem Gelände sind sogar noch vor der Schließung mit Flatterband abgesperrt worden, erklärt Grasekamp. Man habe gemerkt, dass gerade Menschen aus der Stadt nach den Schulschließungen alternative Ausflugsziele genutzt hätten und der Spielplatz am Ternscher See stärker frequentiert wurde.

Die Saison im Seepark Ternsche geht nun eigentlich bis Mitte August. Wann der Seepark wieder öffnen kann, ist in der aktuellen Situation nicht abzusehen. Aber: „Wenn es wieder vernünftig ist, freuen wir uns, unsere Gäste wieder zu begrüßen“, sagt Grasekamp.

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