Selm erwartet in diesem Jahr viele Gäste aus seinen Partnerstädten

mlzDeutsch-Französischer Tag

Der Deutsch-Französische Tag findet offiziell am 22. Januar statt. In Selm wird der Tag allerdings nicht besonders begangen – das Jahr steht im Zeichen einer anderen Partnerschaft.

Selm

, 21.01.2019, 16:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Berlin hat Paris, Dortmund hat Amiens und Selm hat Walincourt-Selvigny. Viele weitere Städtepartnerschaften verdeutlichen bundesweit die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich.

Am 22. Januar begehen die beiden Nachbarländer ihre Freundschaft auch offiziell. Der Deutsch-Französische Tag findet an diesem Tag statt. Im Jahr 1963 wurde der sogenannte Élysée-Vertrag unterzeichnet. Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle einigten sich im Pariser Élysée-Palast offiziell über die gemeinsame Zusammenarbeit.

2003, zum 40-jährigen Bestehen dieses Vetrages, wurde der Deutsch-Französische Tag ins Leben gerufen. Die Selmer begehen ihn allerdings nicht besonders, sagt Monika Zientz, Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften der Stadt Selm, auf Anfrage. Das Jahr 2019 steht vor allem im Zeichen des Jubiläums der Partnerschaft mit der englischen Stadt Workington (25 Jahre).

Familienbande der Städte

Vom 18. bis zum 25. Februar weilen Gäste aus England in Selm. Unter anderem zwei englische Chöre kommen, um am 21. Februar den Festakt zum Jubiläum zu begehen. „Wir erwarten über 70 Leute aus England“, sagt Monika Zientz. Dazu kämen noch rund neun Teilnehmer aus Frankreich und auch etwa fünf aus der polnischen Partnerstadt Iwkowa.

Es kommen Abordnungen aus Frankreich und Polen, um das Jubiläum der Deutschen mit den Engländern zu feiern. „Ein Engländer sagte einmal sehr passend, dass wir ja im Prinzip auch alle Cousins wären“, erinnert sich Zientz.

„Feindschaft musste erst abkühlen“

„Ich finde Städtepartnerschaften sehr wichtig. Die jahrelangen Feindschaften mussten damals erst etwas abkühlen. Deswegen hatten einige damals schon ein paar Vorbehalte.“ Grund ist etwa die jahrelange „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschland und Frankreich.

„Diese Probleme musste man überwinden, um sich kennen zu lernen“, sagt Zientz. „Wir sind alle Europäer.“ Monika Zientz ist sich sicher: „Man lernt viel voneinander.“

Unterbringung kein Problem

Die Unterbringung der vielen Gäste bringe keine Probleme. Einer der beiden englischen Chöre gehe traditionell gerne in eine Jugendherberge, der andere in ein Hotel, erklärt Zientz. Nur etwa 15 Engländer müssten privat unterkommen. Das mache mittlerweile kaum noch Probleme. „Wir müssen nicht extra dafür werben, dass jemand unsere Gäste aufnimmt“, sagt Zientz. „Wir haben eine Liste an Haushalten, auf die wir zurückgreifen können. Da können wir immer fragen.“

Die Engländer seien im übrigen ganz besonders vom Karneval fasziniert, verriet Zientz. „Wir machen dann am Samstag, wenn sie da sind, einen kleinen Mini-Umzug.“ Des weiteren hofft sie auch auf rege Teilnahme der ausländischen Gäste am Stadtfest und im Mai ist eine Reise nach England geplant.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt