Selm fördert E-Mobilität: Neue Ladestationen, aber bald keine Tankstelle für Erdgasautos

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Während die einzige Erdgassäule am 9. Dezember erst einmal abgebaut werden wird, gibt die Stadt bei der Elektro-Mobilität Gas - mit Unterstützung eines Energieanbieters.

Selm

, 24.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht seit April 2017 die öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektro-Autos im Bundesgebiet: eine Liste, die regelmäßig aktualisiert wird. Nach Auskunft des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist die Zahl der verzeichneten E-Ladesäulen innerhalb eines Jahres von 13.500 im August 2018 auf 20.650 jetzt gestiegen. Noch nicht mitgezählt: die neuen Ladepunkte in Selm.

Bislang blinkt es auf der Ladesäulenkarte nur zweimal, wenn man Selm auswählt: an der Botzlarstraße vorm Bürgerhaus. Sobald die Bundesnetzagentur ihre Karte aktualisiert hat, werden aber weitere Lichter dazu kommen. Bis Ende des Jahres sollen es 16 sein. Der Betreiber ist in jedem Fall derselbe.

Strom tanken am Amtshaus, an der Körner- und der Industriestraße

“Insgesamt sechs Ladesäulen für Elektrofahrzeuge wurden in den vergangenen Monaten in der Stadt montiert“, heißt es in einer Pressemitteilung von Innogy: eine davon in Bork, allerdings keine in Cappenberg: „E-Autofahrer in Selm können ab sofort ihre Fahrzeuge entweder am Amtshaus, auf der Körnerstraße oder auf der Industriestraße auf den Parkplätzen vor den Stadtwerken rund um die Uhr aufladen.“

Die beiden Ladesäulen am Campus werden nach Auskunft von Innogy in Kürze startklar sein. Auch auf dem noch im Bau befindlichen Parkplatz Kreisstraße/Ecke Landsbergstraße sollen bis Ende des Jahres Stromer Energie tanken können.

„Ich bin stolz darauf, dass wir bis zum Jahresende für 16 Elektrofahrzeuge gleichzeitig eine öffentliche Tankstelle anbieten können“, so Bürgermeister Mario Löhr. Laut Kreis Unna sind für Selm zurzeit 15 reine E-Autos gemeldet - und 42 Erdgasautos.

Rüschkamp plant ein zusätzliches Angebot

Jede Ladesäule hat zwei Ladepunkte, die jeweils über eine Leistung von 22 Kilowatt verfügen. Dort dauert das Aufladen eines Elektrofahrzeugs zwei bis drei Stunden. An Schnellladesäulen geht das erheblich schneller. Die gibt es bundesweit aber zumeist an Autobahnen. In Selm wird das bald anders sein.

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Die Rüschkamp GmbH plant am vierten Arm des Kreisels Kreisstraße/Zeche-Hermann-Wall einen Wasch-, Saug- und Ladepark. Dort werden Autos nicht nur schnell sauber, sondern auch aufgeladen - mit Schnellladesäulen.

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Bürgermeister Mario Löhr sowie Dirk Wissel und Maria Allnoch von Innogy gaben offiziell die Ladesäulen am Amtshaus Bork frei. © Foto: Malte Woesmann / Stadt Selm

Für Erdgasauto-Fahrer sieht es nicht so rosig aus. Am 9. Dezember schließt die einzige CNG-Tankstelle in Selm an der Kreisstraße (Aral). Bürgermeister Mario Löhr hat nach dem Protest eine Lösung angekündigt. Wie die aussehen wird und wann sie greift, ist noch offen.

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