Die Lüftungshygiene muss auch bei niedrigen Temperaturen eingehalten werden. © dpa
Lüften gegen Corona

Selmer Grundschüler sitzen momentan auch mal mit Decke im Klassenzimmer

Das regelmäßige Lüften ist coronabedingt oberstes Gebot in Klassenzimmern. Bei niedrigen Außentemperaturen ist es eine Herausforderung. Wie gut kommen die Selmer Grundschüler damit zurecht?

Manch einer kennt vielleicht noch aus der Schulzeit den Kampf ums Lüften. Wenn im Winter bei Heizungswärme und wenig Sauerstoff irgendwann Zeit für frische Luft war, konnte das mit manchen Mitschülern eine Diskussion werden. Auch jetzt sind die Temperaturen schon im Bereich um die null Grad angekommen. Lüften ist jetzt allerdings nicht mehr optional, sondern Vorgabe als Teil des Infektionsschutzes. Die Vorgabe laut NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) lautet: „Alle 20 Minuten Stoßlüften, Querlüften, wo immer es möglich ist und Lüften der Räume während der gesamten Pausendauer.“ Wie gehen die Selmer Grundschüler und Lehrer damit um?

Vorgaben lassen sich gut umsetzen

Konrektor Stefan Vogel der Overbergschule kann auf diese Frage positives berichten: „Das Umsetzen der Vorgaben klappt gut. Mit einem CO2-Messgerät haben wir vor Ort geprüft, inwieweit korrekt gelüftet wurde und ob das Intervall angepasst werden muss.“

In den meisten Klassenräumen funktioniere das Belüften sehr gut, da die Fenster komplett geöffnet werden können. In den Räumen, in denen die Bedingung nicht gegeben ist, wird in einem anderen Intervall gelüftet: „Da wird zehn Minuten das Fenster geschlossen und dann wieder etwa zehn Minuten geöffnet“, so Vogel.

An das ständige Hin und Her haben sich Lehrer und Schüler bereits gewöhnt. „Manche Klassen integrieren das sogar in ihren Unterricht“, sagt Vogel. In diesen Klassen gibt es dann eine Art Dienst für das Lüften. In anderen Klassen behält der Lehrer die Uhr im Auge, um alle 20 Minuten frische Luft reinzulassen. „Die Kollegen haben in den Klassen Sanduhren stehen für die Arbeitsphasen. Die kommen dann auch für das Lüften zum Einsatz. Oder eben der Wecker“, so Vogel.

Zwar sei es eine zusätzliche Aufgabe, das Lüften regelmäßig im Blick zu haben. Aber der Unterrichtsfluss werde dadurch nicht gestört.

Etwas kühler ist es schon

Und was ist mit der Raumtemperatur? „Natürlich ist es etwas kühler, aber die Heizungen laufen normal weiter und man kann das ganz gut regeln“, sagt Vogel. Manche Kinder nehmen sich auch ab und zu eine Decke mit in den Unterricht.

Ähnlich ist es an der Grundschule Auf den Äckern mit den Standorten in Bork und Cappenberg. „Alle ziehen sich etwas wärmer an und die Kinder bringen auch manchmal Decken mit, so lange sie damit gut zurechtkommen und es sie im Unterricht nicht stört“, sagt Schulleiterin Anja Knipping.

In jedem Raum, der gelüftet werden muss, ist ein Hinweisschild angebracht. Regelmäßig wird die Quer- oder Stoßlüftung vorgenommen. „Die Klassenlehrer organisieren das abhängig von der Altersstufe“, erklärt Knipping. „Die älteren Kinder haben dann auch Fensterdienst.“

In vielen Klassen wird auch durchweg gelüftet. Auch hier laufen die Heizungen, sodass die Räume nicht ganz auskühlen. Auf die Frage, ob die Heizungen jetzt anders eingestellt seien, sagt Knipping: „Die Heizungen sind voreingestellt, laufen also ganz normal weiter.“

In der Lüftungshygiene sieht Knipping etwas Positives auch für die Zukunft: „Es ist in jedem Fall eine gute Prophylaxe.“

Eine Anfrage, wie die Ludgerischule mit dem Thema umgeht, blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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