Die Flutkatastrophe hat auch in Altenahr (Rheinland-Pfalz) unerbittlich zugeschlagen. Selmer haben Geld gespendet, das jetzt der Gemeinde Altenahr zur Verfügung gestellt wird. © picture alliance/dpa
Hochwasserhilfe

Selmer helfen Opfern der Hochwasserkatastrophe – nicht nur durch Muskelkraft

Die Bilder aus den überfluteten Orten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind immer noch präsent. Selm hat eine Spendenaktion gestartet. Jetzt ist klar, wohin die Gelder gehen.

Die Schäden der Hochwasserkatastrophe, die vor allem viele Orte in der Eifel in Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz verwüstet hat, sind auch Wochen nach dem Starkregen noch vielerorts enorm. Viele Freiwillige und staatliche Stellen beteiligen sich an den Aufräum- und Aufbauarbeiten, die wohl noch Jahre andauern werden.

Parallel hierzu wurde eine Spendenaktion in Selm ins Leben gerufen, damit die dringend notwendigen Finanzmittel gezielt zur Verfügung gestellt werden können.

Mehr als 130 Einzelspenden

Durch mehr als 130 Einzelspender ist mittlerweile eine Spendensumme von rund 17.212,51 Euro zusammen gekommen. Das teilte Bürgermeister Thomas Orlowski in der Septembersitzung des Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschusses mit.

Hiervon seien aber bereits sehr früh 1000 Euro an den Förderverein Pfadfinder Selm weitergeleitet worden. Warum diese Summe in Selm geblieben ist, begründet Orlowski so: „Die Pfadfinder haben Kindern aus den betroffenen Gebieten im Ahrtal geholt haben, um sie einfach mal aus der Situation rauszunehmen. Die Kinder haben hier eine tolle Woche verbracht.“ Und zwar in einem Zeltlager.“

Kinder und Jugendliche betroffener Familien haben Erholung, Normalität und Abenteuer erleben dürfen. Zusätzlich wurde gemeinsam mit den Jugendämtern im Münsterland vor Ort eine „Trauma-Betreuung“ organisiert, um das Erlebte mit professioneller Hilfe zu verarbeiten.

Auch Bürgermeister Thomas Orlowski hatte sich zuletzt mit freiwilligen Mitarbeitern der Stadtwerke Selm auf den Weg nach Altenahr gemacht, um dort bei Aufräum- und Aufbauarbeiten zu unterstützen. In dieser Region war die Ahr wie vielerorts über die Ufer getreten und hat für schwere Verwüstungen und Zerstörungen gesorgt. In diesem Rahmen wurden weitere 5000 Euro aus den Spendenmitteln der Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr überreicht. „Die Menschen dort haben sich sehr bedankt. Uns ging es darum, kurzfristig helfen zu können.“

Restbetrag geht nach Altenahr

Aufgrund der enormen Zerstörung und der langwierigen Wiederaufbauarbeit, soll nun auch der Restbetrag in Höhe von rund 11.213 Euro an die Gemeinde Altenahr überwiesen werden. Hierauf hat sich der Ältestenrat einstimmig verständigt. Und auch der Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss votierte einstimmig dafür.

Die Politiker folgten der Begründung der Verwaltung, warum gerade dieses Vorgehen gewählt wurde: Da die Gemeinde vor Ort die besten Kontakte zu den Hilfsbedürftigen habe, könne sichergestellt werden, dass die Mittel zeitnah und gezielt ankommen.

Thomas Orlowski sagte dann auch noch: „Ich bin stolz, dass es solch eine Solidarität in unserer Stadt gibt.“

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Arndt Brede

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