Selmer Schwarzfahrer will sein Leben „jetzt grundsätzlich ändern“

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Wiederholt musste ein Selmer (26) bei der Fahrkartenkontrolle passen. Jetzt beschäftigte sich die Justiz mit dem Fall.

von Sylvia Mönnig

Selm

, 09.11.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Trotz umfangreicher und einschlägiger Erfahrungen mit der Justiz stellte ein Selmer sein Glück erneut auf die Probe und betätigte sich als Serien-Schwarzfahrer. Vor dem Amtsgericht Lünen zeigte sich der 26-Jährige nun aber geläutert.

Gleich vier Mal im Zeitraum zwischen März vergangenen Jahres und Januar 2020 geriet der junge Mann in Zügen von Lünen nach Selm in Kontrollen und musste stets passen, wenn es um das Thema Fahrschein ging. Die 5,10 Euro hatte er sich immer gespart.

Erschleichen von Leistungen in vier Fällen wurde ihm nun in einem Prozess vor dem Lüner Amtsgericht zur Last gelegt und der 26-Jährige zeigte sich sofort geständig. „Also, ich bereue es auch. Es war dumm, die Fahrkarten nicht zu zahlen.“ Das wolle er nun gerne nachholen. Mit verantwortlich für diesen Sinneswandel dürfte die Tatsache sein, dass er einige Wochen in Haft verbrachte, nachdem er freiwillig nicht zu Verhandlungsterminen in dieser Sache erschienen war.

„Mein Mandant ist gewillt, sein Leben grundsätzlich zu ändern“, betonte die Anwältin des Selmers und der selbst gab zu, mit der Bewältigung seines Alltags manchmal überfordert zu sein. Die Richterin brachte es auf den Punkt: „Sie müssen irgendwie in die Puschen kommen.“ In diesem Fall beließ sie es allerdings noch einmal bei 500 Euro Geldstrafe.

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