Kerzen vor der Haustür seien eine schöne Alternative zur Silvesterknallerei, sagt die Selmerin Viola Schröder. Sie hofft darauf, dass das viele auch so sehen. © Viola Schröder
Silvester-Aktion

Selmerin rät zu leiser, aber effektvoller Alternative zu Silvesterknallerei

Feuerwerke, Böller: Das ist eigentlich das gewohnte Bild an Silvester. Es kann auch anders gehen, sagt die Selmerin Viola Schröder. Anders heißt: leise und dennoch effektvoll.

Viola Schröder ist keine Frau, die zu Silvester ein glühender Fan von Böllern ist. „Mal eine Rakete, aber das war es auch schon“, sagt die 55-Jährige im Gespräch mit der Redaktion. Insofern berührt sie die derzeitige Diskussion um Silvesterknallerei in Coronazeiten eher wenig. Was sie aber berührt hat, war ein Foto im WhatsApp-Status eines Bekannten. Auf dem Foto stand: „Warum zünden wir an Silvester nicht einfach Kerzen an und stellen sie vor die Tür. Eine Kerze für Frieden, Respekt und Achtung und für die Gesundheit. Wenn viele Menschen sich daran beteiligen, wird dies ein unvergesslicher Jahreswechsel.“

Diese Botschaft habe sie so toll empfunden, dass sie diese noch vor Silvester auch in ihren WhatsApp-Status stellen werde, sagt sie. Damit möglichst viele Menschen auf die Aktion aufmerksam werden. Denn auch in den Medien habe sie die Diskussion um Silvesterknallerei, Verkaufsverbot, Böllergebote auf bestimmten Plätzen in manchen Städten verfolgt. „Aber eine Kerze vor die Tür zu stellen, wäre doch mal eine schöne Alternative.“

Geld sparen und Umwelt schonen

Zumal es auch rein praktische Gründe gebe, die für Kerzen statt Böller sprechen: „Man kann Geld sparen und es ist besser für die Umwelt.“

Aber das Wichtigste sei das Zeichen, das gesetzt werde: „Rauszugehen und zu sehen, dass in Haustüren Kerzen stehen, das ist ein Bild, das man nicht überall sieht.“ Auch durch die Coronapandemie bekomme eine solche Aktion eine besondere Bedeutung, sagt Viola Schröder: „Sonst kommt man ja auf solch eine Idee nicht.“

Viola Schröder hat viele Gründe, warum sie an Silvester Kerzen vor die Haustür stellt.
Viola Schröder hat viele Gründe, warum sie an Silvester Kerzen vor die Haustür stellt. © Viola Schröder © Viola Schröder

Sie selber werde ebenfalls Kerzen vor die Tür stellen, sagt die Selmerin. Aber Kerzen dem Wind auszusetzen, sei keine gute Idee. Viola Schröder hat da Ideen: „Man könnte Grablichter mit Deckel nehmen. Oder man stellt die Kerze in ein Glas. Die meisten Haustüren haben ja Vordächer, so dass Wind und Regen nicht hin kommen.“ Sie sei schon gespannt, ob auch andere dem Beispiel folgen.

Die Chancen stehen nicht schlecht in diesem Jahr. Zwar ist das Silvesterfeuerwerk angesichts der Corona-Krise nicht komplett verboten. Vom Land NRW gibt es aber zumindest eine Bitte an die Bevölkerung: „Es wird dringend empfohlen, auch auf das private Feuerwerk zu Hause zu verzichten und bereits gekaufte Feuerwerkskörper nicht zu zünden. Damit können Verletzungen vermieden werden, die das derzeit ohnehin sehr stark belastete Gesundheitssystem zusätzlich in Anspruch nehmen würde“, heißt es auf der Homepage der Landesregierung.

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Arndt Brede

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