So machten Selmer die Flüchtlingskinder glücklich

Aktion Schicksalshelferbox

Boxen befüllen. Mit Spielzeug, einem Gruß, vielleicht einigen Überraschungen. Und die Box dann wieder abgeben, damit sie bei Flüchtlingskindern in Selm, Olfen und Lünen landen. Das ist die Aktion "Schicksalshelferbox". Wie die Bilanz der Organisatoren ausfällt und wie die Aktion weitergeht, können Sie hier lesen und hören.

OLFEN/BORK

, 13.01.2016, 16:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Teilweise hatte ich Tränen in den Augen", sagt Anna Buttaci aus Olfen, eine der Helferinnnen. 500 Kisten ließen die Initiatorinnen der Aktion bedrucken - mit einem eigens entwickelten Label. In all diese leeren Pappkartons in der Größe eines größeren Schuhkartons legten die Helferinnen einen Zettel mit einer Anleitung. Und dann standen sie seit Ende November in einigen Praxen, Kindertagesstätten und Geschäften in Selm, Olfen und Lünen. Zum Mitnehmen und Befüllen. Und zum Zurückbringen. 

Denn die Aktion lief so: Eine Familie nimmt sich eine leere Kiste, befüllt sie mit kleinen oder größeren Überraschungen, etwas Spielzeug, einem netten Weihnachtsgruß und gibt sie wieder an der Ausgabestelle ab. Dort holten Anna Buttaci, Figan Ucar-Macit und Co. sie dann ab, um sie an Kinder zu verteilen - 300 Stück bislang.

Anna Buttaci und Figan Ucar-Macit über den Inhalt der Boxen

Am 23. Dezember, einen Tag vor Heiligabend, zum Beispiel waren Ergotherapeutin Nina Borchert, die in ihrer Praxis allein an die 100 Kisten ausgab, und Anna Buttaci zusammen in der Notunterkunft in Vinnum, um 24 Kindern eine Weihnachtsüberraschung zu überbringen.

Und? Waren die Kinder überrascht?

Vorher hatten die Schicksalshelfer die Kisten durchgesehen - denn Kriegsspielzeug oder Weingummi sollte nicht in die Hände der oft muslimischen Kinder geraten. Drin waren selbstgemalte Bilder, Kuscheltiere, Spielzeug, sehr liebevolle Briefe, Buntstifte, zum Teil auch neue Kleidung. Gepackt von Familien mit Beiträgen der eigenen Kinder. "Das war ja die Idee - dass Kinder das Gefühl dafür bekommen, dass sie etwas für andere Kinder packen, die nichts haben", sagt Figan Ucar-Macit. Dass sie sich in die Wunschwelt der Flüchtlingsfamilien hineinversetzen und Geben lernen.

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"Inzwischen hören wir immer häufiger die Frage von den Spendern: Was ist aus den Boxen geworden?", berichtet Anna Buttaci. "Darum ist es nun höchste Zeit, Danke zu sagen", so die Olfener Fotografin. Doch nicht alle Kisten wurden schon verteilt.

Wie es mit den Schicksalshelferboxen weitergeht

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