So steht es in Sachen Radweg von Olfen nach Ahsen

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Die Lippebrücke Ahsen ist seit Monaten voll gesperrt. Wenn sie denn aber einmal fertig und wieder geöffnet ist, profitiert eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern voraussichtlich ganz besonders.

Olfen

, 03.09.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bau- und Umweltausschuss Olfen hat auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung am Dienstag, 3. September, um 18 Uhr im Bürgerhaus, Kirchstraße 22, eine Vorentscheidung über eine wichtige Zukunftsfrage zu klären: Es geht um den Radweg an der Eversumer Straße. Er soll fortgeführt werden. Dazu müsste die Stadt Olfen einen Eigenanteil zahlen. Der Ausschuss soll darüber entscheiden und damit die letztendliche Entscheidung des Olfener Rates vorbereiten.

Lückenschluss geplant

Konkret geht es um die Übernahme der Eigenanteile für die Errichtung eines Radweges a) im Zusammenhang mit der Brückenbaumaßnahme Lippebrücke Ahsen und b) als Lückenschluss auf dem Olfener Stadtgebiet entlang der Eversumer Straße (K9) zwischen der Lippebrücke und der Einfahrt zum Waldparkplatz.

Was ist genau geplant?

1. Im Zuge des geplanten Neubaus der Lippebrücke in Ahsen soll die Brücke selber mit einem 2,5 Meter breiten Radweg versehen werden.

2. Zum anderen soll der auf dem Stadtgebiet Olfen bestehende Radweg an der K9, welcher derzeit nach der Einmündung Hullerner Straße an der Einfahrt zu einem sogenannten und auch so ausgeschilderten Waldparkplatz endet, bis zur geplanten Brücke um rund 270 Meter in einer Breite von ebenfalls 2,5 Metern verlängert werden.

Zur Förderung angemeldet

Der Kreis Coesfeld als Baulastträger habe die Maßnahme bereits zur Aufnahme in das Förderprogramm „Förderung der Nahmobilität“ angemeldet. So steht es in der Verwaltungsvorlage für die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 3. September.

Wie bei anderen Maßnahmen dieser Art soll der verbleibende Eigenanteil von 30 Prozent für die Verlängerung des Radweges bis zur Brücke durch die Stadt Olfen getragen werden. Der wird nach derzeitiger Schätzung der Olfener Verwaltung etwa 36.300 Euro betragen.

Die Kosten für den Neubau der Lippebrücke werden zu jeweils 50 Prozent durch die Kreise Recklinghausen und Coesfeld getragen. „Eine Förderung in Höhe von 70 Prozent wurde seitens der Bewilligungsbehörde in Aussicht gestellt“, erklärt die Olfener Stadtverwaltung.

Auch aus der Brückenbaumaßnahme müsse der anteilige Eigenanteil für den Radweg durch die Stadt Olfen getragen werden. Nach einer ersten groben Schätzung werde dieser Anteil unter Berücksichtigung der 70-prozentigen Förderung etwa 220.000 Euro betragen.

Insgesamt 256.000 Euro Eigenanteil für Olfen

Diese Kosten ermitteln sich wie folgt: Geschätzte Kosten der gesamten Brückenbaumaßnahme: 6,2 Millionen Euro; hiervon 50 Prozent Anteil Kreis Coesfeld: 3,1 Millionen Euro; hiervon Anteil des Radweges: 738.000 Euro; abzüglich 70 Prozent Förderung: 220.000 Euro.

Und genau über diese Eigenanteile - 36.300 plus 220.000 Euro - hat der Bau- und Umweltausschuss zu befinden.

Der Vorschlag der Verwaltung lautet, dass Olfen die Eigenanteile übernimmt. Vorausgesetzt, die Förderung für beide Maßnahmen wird tatsächlich bewilligt.

Bürgermeister: Radweg hat eine hohe Bedeutung

Wie wichtig ein solcher Radweg ist, erklärt Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann auf Anfrage der Redaktion: „Dieser Beschluss hat eine hohe Bedeutung, weil der Radweg eine hohe Bedeutung hat.“

Es gehe nicht nur darum, dass Ahsener und Olfener ihn nutzen können, sondern auch darum, dass Berufspendler per Rad und dass Freizeitradler besser nach Olfen kommen.

Und vor allem, dass das sicherer geschehen könne als bisher. „Bisher war die Brücke einspurig, und wenn man da als Radfahrer drüber gefahren ist, war das nicht schön“, sagt Wilhelm Sendermann. Es bestehe jetzt die Chance, dass Radfahrer nach Fertigstellung der Brücke und der Fortführung des bestehenden Radweges sehr sicher fahren können.

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