Stadt Selm setzt mit Baugebiet neues Mosaiksteinchen für die Zukunft

mlzNeues Baugebiet

Selm entwickelt sich. Da kann die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken schnell mal das Angebot übersteigen. Die Stadt Selm baut vor. Beziehungsweise lässt vorbauen.

Selm

, 11.06.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Selmer Politik hat den Weg freigemacht für ein neues Baugebiet am Südrand der Selmer Innenstadt. Ein weiteres Mosaiksteinchen im Gesamtplan zur Befriedigung von Angebot und Nachfrage in Sachen Wohnungsbau. Es geht um die Erweiterung des Siedlungsbereiches Fährenkamp. So lautet auch der Bebauungsplan Nr. 92, der jetzt aufgestellt werden soll. So hat es der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaftsförderung nach Vorberatungen im Ausschuss für Umwelt und Zivilschutz mehrheitlich beschlossen.

Die Fährenkampsiedlung

  • Die Fährenkampsiedlung wurde in den Jahren 1920 bis 1925 gebaut. Sie schuf neben der Hermannsiedlung in Selm-Beifang ein Angebot an Bergarbeiterwohnungen für die Bergleute der nördlich gelegenen Zeche Hermann.
  • Insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg erfuhr die Siedlungsfläche in mehreren Stufen Erweiterungen durch die Baugebiete Im Grünen Winkel, Waldweg und Königskamp, zuletzt durch die Bebauung an der Straße Breede und ihren Stichwegen, in Umsetzung einer ursprünglich aus dem Jahre 1989 stammenden Planung der THS, die jedoch erst nach einer zweimaligen Planänderung etwa ab 2005 erfolgte. (Quelle: Stadt Selm)

Worum geht es genau? Laut Stadtverwaltung liegt das Plangebiet - grob begrenzt - zwischen den bebauten Grundstücken an der Straße Breede beziehungsweise den von ihr abzweigenden Stichstraßen und der Luisenstraße, sowie zwischen der Kleingartenanlage Fährenkamp und der Haus- Berge- Straße. Landwirtschaftlich genutztes Areal derzeit. Um daraus Wohnbauland zu machen, muss auch der Flächennutzungsplan geändert werden. Auch das hat die politischen Beratungen problemlos passiert.

Und noch etwas hat der Ausschuss beschlossen: Er hat die Verwaltung beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Investoren die erforderlichen Planungsunterlagen zu erstellen. Nun bekommen diejenigen, die angrenzend an das Plangebiet wohnen , also demnächst Nachbarn. Wann und wie viele, steht noch nicht fest. Planungsverfahren wie dieses können auch schon mal bis zu 18 Monate dauern.

Anhaltende Nachfrage nach Grundstücken

Wo aber ist die Notwendigkeit, ein neues Baugebiet auszuweisen. Die Antwort liefert die Verwaltung: „Die Nachfrage nach Grundstücken für den Wohnungsbau hält in Selm seit mehreren Jahren unvermindert an. Die Dynamik der Vermarktung der in den Neubaugebieten angebotenen Baugrundstücke ist ungebrochen.“, heißt es in den Unterlagen, über die die Politiker zu befinden hatten.

Insbesondere die Baugebiete „Am Kreuzkamp – West“ in Selm und das Gebiet „Wohnquartier am Friedhof“ in Bork seien in kürzester Zeit bebaut worden. „Die Vermarktung der Grundstücke erfolgte in beiden Fällen vollständig (für rund 90 Grundstücke) in einem Zeitraum von nur etwa 18 Monaten. Selbst für die zurzeit in Aufstellung befindlichen Bebauungsplangebiete (Wohnen am Auenpark und Neuenkamp), die etwa in Jahresfrist und später dem Markt zur Verfügung stehen werden, liegen schon vielfache Interessenbekundungen vor. Diese große Nachfrage sowie ein Fehlbedarf an Wohneinheiten im Geschoßwohnungsbau, insbesondere im Segment der Eigentumswohnungen, werden auch von den örtlichen Vertretern der Wohnungswirtschaft gegenüber der Stadt bestätigt.“

Um auch der mittelfristig zu erwartenden Nachfrage ein entsprechendes Angebot gegenüberstellen zu können, sei es notwendig, in Anbetracht der Entwicklungszeiträume für Baugebiete bereits heute die notwendigen Schritte vorzubereiten.

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