Stimme der Berufung als Kind gehört

CAPPENBERG Im Hochamt am Sonntag feierte Pater Altfried in der Stiftskirche ein Jubiläum: die 25. Wiederkehr des Tages der kleinen Ordensprofess.

von Von Günther Goldstein

, 12.09.2007, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Pater Altfried feierte seine 25-jährige Ordensprofess in der Stiftskirche.   Goldstein</p>

<p>Pater Altfried feierte seine 25-jährige Ordensprofess in der Stiftskirche. Goldstein</p>

"Der Grundstein meiner Entwicklung liegt sicherlich in meinem gut katholischen Elternhaus", stellt Bernhard Kutsch (wie er mit bürgerlichem Namen heißt) rückblickend fest. Häufige Kontakte zu Geistlichen im Bekanntenkreis ließen den Berufswunsch, Priester zu werden, schon im Kindesalter reifen, im Gegensatz zu seinen vier Geschwistern, die alle weltlichen Berufen nachgehen und der technischen Ausrichtung seines Vaters.

So reiht sich geradlinig ein Baustein an den anderen auf seinem Weg. Die Wahl der zweiten Fremdsprache am bischöflichen Gymnasium in Essen fällt auf Griechisch und nicht auf Französisch, alles ist auf ein Studium der katholischen Theologie ausgerichtet.

Studium in Innsbruck

In der zweiten Studienhälfte, die Bernhard Kutsch in Innsbruck absolviert, kommen die ersten Gedanken an die Zeit nach dem Examen. "Da habe ich erstmals über den Eintritt in ein Kloster nachgedacht und mir mein Leben so vorgestellt".

Aus der Vorstellung wurde im September 1981 Wirklichkeit. Und was lag näher, als wieder zu Hause in das benachbarte Kloster Duisburg-Hamborn der Prämonstratenser einzutreten? Die Zeit, noch einmal in sich zu kehren, hat er ein Jahr lang als Novize genutzt, dann stand für ihn fest: Das ist mein Weg und er soll es bleiben.

Am 5. September 1982 folgte dann die kleine Profess, also die Ablegung der vier Gelöbnisse: Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam und die Bindung an die Klostergemeinschaft der Prämonstratenser von Hamborn.

Nach einigen Kaplanstellen im Raum Duisburg und einem Zwischenstopp in Magdeburg kam Pater Altfried am 1. Advent nach Cappenberg. Diese Pfarrstelle wird zwar über das Bistum Münster besetzt, aber seit 1974 wieder mit einem Seelsorger des Klosters Hamborn.

Kreuzfahrt-Seelsorger auf der "Maxim Gorki"

"Es ist ein Privileg an diesem Ort tätig zu sein, wo 1122 das erste Kloster meines Ordens auf deutschem Boden entstand und über 800 Jahre die Liturgie gefeiert wurde".

Aber Pater Altfried ist nicht nur darüber glücklich. Er mag den Ort Cappenberg und ist mit seinen Bewohnern im Reinen. Und jetzt freut er sich auf eine ganz besondere Seite seiner Berufung:

Als Kreuzfahrt-Seelsorger wird er 14 Tage auf der "Maxim Gorki" verbringen und zu den Azoren schippen.

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