Strom, Gas, Wasser vielleicht bald in kommunaler Regie

Olfen Geht es nach Politik und Verwaltung, dann könnte es etwas werden mit der Gründung einer Infrastrukturgesellschaft zum Wohle der Bürger. Gestern beauftragte der Olfener Hauptausschuss die Verwaltung einstimmig mit der Prüfung. In dieser Gesellschaft könnten die Kommunen Olfen, Ascheberg, Billerbeck, Havixbeck, Lüdinghausen, Nordkirchen, Nottuln, Rosendahl und Senden gemeinsame Daseinsvorsorge betreiben - zum Beispiel bei der Strom-, Gas- und Wasserversorgung und bei der Straßenbeleuchtung (wir berichteten). «Für uns ist weder das eine noch das andere ein Glaubensbekenntnis», sagte Bürgermeister Josef Himmelmann.

05.06.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aber die Gründung einer solchen Gesellschaft könnte sich lohnen: «Denn mit 140 000 Einwohnern erreichen die neun Gemeinden zusammen eine kritische Größe.» Auch für CDU-Fraktionschef Christoph Kötter kommt es nicht darauf an, ob die nötige örtliche Infrastruktur kommunal, privat oder in einer Mischung beider Formen organisiert werde. Die Hauptsache sei, dass es kostengünstig sei und eine Versorgungssicherheit gebe. Kötter: «Wir stehen dem Prozess offen gegenüber.» So sahen es auch die anderen Fraktionsvorsitzenden Claus Bunte (FDP), Heinz Dieter Broz (UWG) und Reiner Matheuszik (SPD). Claus Bunte stellte allerdings fest: «Es ist etwas ziemlich Neues und Kompliziertes, neun Gemeinden unter einen Hut zu bringen.» Da seien viele unterschiedliche Fristen und Vertragsbindungen zu beachten und sehr viele offene Fragen noch zu beantworten. Aber das Ziel lohne es, dass man sich damit auseinander setzt. Bis zum Herbst , spätestens aber bis Ende des Jahres 2007, soll der Klärungsprozess mit den anderen Kommunen voran getrieben werden. Erst dann werden die Räte endgültig entscheiden, auch der Olfener. mam

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