Studenten planen Beifang um - Das sind die Gewinner

Im Video

Welche Ideen haben die Dortmunder Studenten für die Spinn-Evert-Siedlung in Beifang? Das beschäftigte am Freitag die große Expertenrunde im Bürgerhaus. Den ganzen Tag über stellten die neun Arbeitsgruppen ihre Projektideen vor. Wir haben Eindrücke davon im Video festgehalten und verraten, wer gewonnen hat.

SELM

, 12.09.2014, 12:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der geteilte erste Preis ging an ein Projekt, das vor allem für seinen innovativen Ansatz preiswürdig war:

 ist der Titel, unter dem sich Katarzyna Trampe und Sergej Leitenberger eine intensive Bürgerbeteiligung vorstellen. Sie als Landschaftsarchitekten machten in diesem Konzept keinen großen Entwurf am Reißbrett, sondern zeigten einen Prozess auf, wie sie Bürger an der Ideenfindung beteiligen können. Sie treten dabei als Moderatoren und Impulsgeber auf.

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Studentenprojekt Selm-Beifang: Die Ideen und ihre Schöpfer

Das Projekt ist vorüber, Selm-Beifang sieht noch aus wie zuvor: Am Freitag sind Preise für zwei erste und zwei dritte Plätze an die Studenten der Fachhochschule Dortmund und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe verliehen worden. Sie hatten sich zwei Wochen lang intensiv mit der Spinn-Evert-Siedlung in Beifang beschäftigt.
12.09.2014
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Diese Studenten, Dozenten und Experten machten sich in einem Ideen-Wettbewerb Gedanken über die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang.© Foto: Tobias Weckenbrock
Eine Projektidee, die keinen Preis gewann, aber der Jury dennoch auch eine Herzensangelegenheit war.© Foto: Tobias Weckenbrock
Professor Christian Moczala hatte große Freude bei der Vergabe der Preise und erläuterte die Entscheidungen der Jury, an denen er keinen Einfluss hatte, aber an deren Tisch er saß.© Foto: Tobias Weckenbrock
Friedhelm Terfrüchte erklärte am Freitagnachmittag die Entscheidung der Jury.© Foto: Tobias Weckenbrock
Zwei Gewinner: Sergej Leitenberger und Katarzyna Trampe von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe aus Detmold. Sie erarbeiteten das Konzept "Dein gesundes Quartier", bei dem die Landschaftsplaner eher als Moderatoren eines Prozesses wirken, den ansonsten die Bürger des Viertels selbst bestimmen.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur. Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Wolfgang Haendschke war für die Stadt Selm beteiligt und sog die Ideen der Studenten auf. Was die Stadt damit macht, ist vollkommen offen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Professor Christian Moczala von der FH Dortmund leitete den Wettbewerb.© Foto: Tobias Weckenbrock
Ein Gewinner-Projekt: Dein gesundes Quartier. Es umreißt Ideen, wie man die Bürger an der Entwicklung des Viertels beteiligen kann.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Jury und die Sieger: Dein gesundes Quartier überzeugte vor allem wegen seines demokratischen Ansatzes.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Sieger-Konzept 2: "Räum um - Garage macht Platz". Hierbei haben die drei Gewinnerinnen Kerstin Wagener, Franziska Lesser und Kristina Greife von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe aus Höxter die Garagenflächen einem kreativen Zweck zugeführt. Die Räume werden als Begegnungsräume mit unterschiedlichen Funktionen genutzt, statt einfach nur als Parkplatz. Mit ihnen freuen sich Friedhelm Terfrüchte (v.l.), Christian Moczala, Andrea Benze (TU Berlin), Wolfgang Händschke (Stadt Selm) und Martin Reinkober (Volksbank Selm-Bork)© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dieser Entwurf landete auf dem dritten Platz: Auf dem Hochhaus im Zentrum des Viertels wird die Antenne verkleidet. Eine Dachterrasse soll zu einem Begegnungsraum der Bewohner werden. "Die Krönung" ist der Titel.© Foto: Tobias Weckenbrock
Rang drei für Leonard Hegger (2.v.l.) und David Fabiunke. Sie entwickelten das Konzept "Selms Krönung", bei dem das Hochhaus einen Blick über die ganze Stadt offeriert.© Foto: Tobias Weckenbrock
Rang drei für Leonard Hegger und David Fabiunke. Sie entwickelten das Konzept "Selms Krönung", bei dem das Hochhaus einen Blick über die ganze Stadt offeriert.© Foto: Tobias Weckenbrock
Rang drei für Leonard Hegger und David Fabiunke. Sie entwickelten das Konzept "Selms Krönung", bei dem das Hochhaus einen Blick über die ganze Stadt offeriert.© Foto: Tobias Weckenbrock
Rang drei für Leonard Hegger und David Fabiunke. Sie entwickelten das Konzept "Selms Krönung", bei dem das Hochhaus einen Blick über die ganze Stadt offeriert.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das Konzept mit dem Titel "Harrys Kiosk" gewann den geteilten dritten Preis.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das Konzept mit dem Titel "Harrys Kiosk" gewann den geteilten dritten Preis.© Foto: Tobias Weckenbrock
Das Konzept mit dem Titel "Harrys Kiosk" gewann den geteilten dritten Preis.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
War für die Volksbank Selm-Bork, einen der Projektpartner, mit in der Jury: Martin Reinkober, Vorstandsassistent.© Foto: Tobias Weckenbrock
Professor Christian Moczala verfolgte gespannt die Ausführungen von Friedhelm Terfrüchte, der die Entscheidung der Jury erklärte.© Foto: Tobias Weckenbrock
Friedhelm Terfrüchte arbeitet im Landschaftsarchitektur-Büro Davids Terfrüchte und Partner. Dieses Büro ist auch am Regionale-Projekt "Aktive Mitte Selm" beteiligt.© Foto: Tobias Weckenbrock
In einem Ideen-Wettbewerb der FH Dortmund nahmen Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur Die Spinn-Evert-Siedlung in Selm-Beifang unter die Lupe und entwickelten neun unterschiedliche Konzepte.© Foto: Tobias Weckenbrock
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Den geteilten ersten Platz belegte auch das Projekt dreier junger Frauen aus Höxter mit dem Titel

: Kristina Greife, Franziska Lesser und Kerstin Wagener entwickelten die Idee, die Garagen, von denen es rund um die Mehrfamilienhäuser viele gibt, für die Wohngemeinschaft zu nutzen - und zu zwar als Fahrradwerkstatt, Atelier, kleinen Jugendtreffpunkt und ähnlichem.  

 war der Titel eines Konzeptes, das den dritten Preis erreichte. Darin spielt in der Tat ein Kiosk eine zentrale Rolle, um die Gemeinschaft des Ortsteils zu stärken.

landete ebenfalls auf dem dritten Platz. Dabei haben sich zwei Architektur-Studenten aus Dortmund vor allem dem Hochhaus im Zentrum gewidmet und ihm eine Krone aufgesetzt: Rund um die Telefonantennen auf dem Dach soll eine Verblendung für eine schönere Optik und eine gemeinschaftliche Dachterrasse für einen Weitblick über ganz Selm sorgen.   

Und was hat der Wettbewerb nun gebracht? Praxiserfahrung für die Studenten und gute Ideen für Selm. Wolfgang Händschke, der für die Stadt Selm am Jury-Tisch saß, sagt: "Es ist für Selm sehr wertvoll, weil dieses Quartier beispielhaft dafür ist, wie ein Viertel altert." Selm müsse sich Gedanken machen, wie es die Zukunft des Wohnens gestalten kann. "Durch diese Workshops gibt es viele Ideen, viele kleine Schritte, die man gehen könnte - auch ausgefallene." Das könne man in künftige planerische Prozesse einbringen. "Es wäre schön, wenn unsere Ideen ein Anstoß sein könnten", sagt Kerstin Wagener. "Wir haben extra etwas überlegt, was nicht so wahnsinnig utopisch ist und mit relativ wenig Geld umsetzbar wäre", ergänzt Kristina Greife.

Hier tagt eine Jury. Es geht um 1500 Euro für gute Projektideen von Studenten des Fachbereichs Architektur der FH Dortmund, die sich raumplanerisch und städtebaulich mit dem Selmer Ortsteil Beifang beschäftigt haben.

Und das sind die Studenten. Ab 16 Uhr war die Preisverleihung. Hier geht es los. 

Am Freitag wird das Geld für die besten drei Ideen verteilt: Sie gewinnen 750, 500 und 250 Euro.

 

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