Tagespflege zieht vom Pfarrhaus ins Altenwohnhaus zurück

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Die Tagespflege der Selmer Caritas zieht vom Pfarrhaus zurück in das Altenwohnhaus. Es ist kein Umzug wie jeder andere. Und irgendwie auch doch.

Selm

, 28.01.2019, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein bisschen ist es so, wie bei einem gewöhnlichen Umzug. Die Küche ist schon da, das Bad steht auch bereit und nun gilt es, viele Umzugskartons zu packen und die vielen Kleinigkeiten des Lebens von der alten Wohnung in die neue zu schleppen.

So ist das auch beim Umzug der Tagespflege. Weil die Räumlichkeiten im Altenwohnhaus St. Josef in der Kreisstraße umgebaut und saniert worden sind, waren die Tagesgäste seit Mai 2018 im benachbarten Pfarrhaus untergebracht. „Gerade im Winter fanden es die Gäste dort auch sehr gemütlich“, erzählt Einrichtungsleiterin Doreen Werner am Freitag. Doch nun freut sie sich genauso wie die Gäste der Tagespflege auf die neuen Räumlichkeiten. Denn dort ist mehr Platz als aktuell im Pfarrhaus. Zudem sind die Sanitäranlagen frisch renoviert worden und auch die Küche ist nun in den Raum integriert.

„Damit die Gäste auch richtig im Geschehen mit drin sind“, sagt Doreen Werner. Das heißt: nicht nur bei der Zubereitung der Speisen zuzusehen, sondern auch mitzuhelfen. Obst und Gemüse schnippeln oder – das gab es auch schonmal – einen Aufgesetzten zusammen herzustellen.

Tagespflege zieht vom Pfarrhaus ins Altenwohnhaus zurück

Auch Einrichtungsleiterin Doreen Werner packt mit an. © Sabine Geschwinder

Start des Umzugs am Donnerstag

Am Donnerstag haben die Mitarbeiter der Tagespflege mit dem Umzug begonnen. Sie haben Gläser, Möbel und anderen Hausrat in Kartons vom Pfarrhaus in die renovierten Räume des Altenwohhaus getragen. An diesem Montag wollen sie dann den Umzug abgeschlossen haben. Zumindest fast. Denn einige Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Gardinen oder Dekoartikel fehlen noch. Das findet Doreen Werner aber nicht schlimm: „Das ist ja bei einem normalen Umzug auch nicht anders.“ So könnten dann die Tagesgäste auch mitentscheiden, wie die Räumlichkeiten gestaltet werden sollen. „Ich freue mich auf jeden Fall riesig, dass die Tagespflege dann wieder hier ist“, sagt Doreen Werner.

Auch, wenn sie durch das Quartier im Pfarrhaus nicht weit entfernt waren. Sie sei der Kirchengemeinde sehr dankbar, dass sie das Pfarrhaus zur Verfügung gestellt hat, so Doreen Werner. „Ein Beweis für die gute Zusammenarbeit“, sagt sie.

Arbeit an Baustelle geht weiter

Auch Pfarrer Claus Themann, freut sich für die Tagespflege. „Das ist ein großer Bauabschnitt, der damit abgeschlossen ist“, sagt Themann. Der Pfarrer gibt auch einen Ausblick auf die anderen Baumaßnahmen, die aktuell auf dem Gelände laufen: „Der Kirchtrum ist fast fertig, beim Pfarrheim planen wir kurz vor Ostern die Eröffnung“, so Themann. Aktuell sei man in der Planung für eine Eröffnungswoche. Doreen Werner ist überzeugt: „Wenn die ganzen Bauzäune weg sind und das Pfarrzentrum fertig ist, sieht man endlich das ganze Areal und dass alles zusammengehört.“

Insgesamt 12 Tagespflegegäste können in den Räumen des Altenwohnhauses täglich betreut werden. An welchen Tagen die Gäste kommen und wie oft, ist aber unterschiedlich. Insgesamt sind es 30 Gäste, die das Angebot der Tagespflege aktuell in Anspruch nehmen.

Es seien aber noch Plätze frei, wie Doreen Werner sagt. Wer möchte, könne sich telefonisch melden und sich zu einem Schnuppertag anmelden.

„Das Angebot ist oftmals eine Entlastung für die Angehörigen“, erläutert Werner. Sie könnten die Zeit zum Beispiel für Arztbesuche oder andere Erledigungen nutzen. Viele wüssten zudem nicht, dass das Tagespflegeangebot aus einem separaten Topf abgerechnet würde und somit nicht auf das Pflegegeld oder die Sachleistung angerechnet würde.

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