Tamilische Schule feiert Sportfest mit Spielen aus Sri Lanka

SELM Eine Kokosnuss, Bananen mit qualmenden Räucherstäbchen und silberne Kuthuvilakus standen auf einem Tisch im Stadion. Diese religiösen Kultgegenstände sollten für ein gutes Gelingen des Sportfestes der tamilischen Schule sorgen. Und es hat funktioniert.

von Von Matthias Münch

, 03.07.2008, 18:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Farbenfroh und sportlich ging es gestern auf dem Rasenplatz am städtischen Gymnasium zu.  Mit dabei war Selms Sportabzeichen-Obfrau Brigitte Twieling. Als Ehrengast durfte sie die Rächerstäbchen entzünden - quasi als Pendant zur olympischen Flamme. Auch bei der Eröffnung wurde Brigitte Twieling ein besonderer Platz zugewiesen. Zusammen mit Naguleswary Sivanathan nahm sie die Parade der jungen Sportlerinnen und Sportler ab. Diese Parade trägt die englische Bezeichnung Marchparks.

Landsleute aus der Nachbarschaft

Naguleswary Sivanathan ist Lehrerin an der tamilischen Schule in Selm. Sie hatte das Sportfest organisiert und dazu auch ihre Landsleute aus den umliegenden Städten wie Lünen, Werne und Dortmund eingeladen. Die Gäste kamen teilweise mit der ganzen Familie, so dass neben den Aktiven auch etliche Zuschauer dabei waren, um die Sportler kräftig anzufeuern.

Leichtathletik und Spiele

Um echte Leistung ging es in den Leichtathletik-Wettbewerben. Beim Laufen, Springen und Werfen gab es für die besten Kinder und Jugendlichen in den jeweiligen Altersklassen Siegerpokale. Die Zweit- und Drittplatzierten bekamen Medaillen. Mit den jüngeren Kindern trainierte Brigitte Twieling für das Minisportabzeichen.

Neben den Leichtathletik-Disziplinen gab es aber auch Spiele, bei denen der reine Spaß im Vordergrund stand. Zum Beispiel das Spiel Palamporukal aus Sri Lanka, bei dem es darum geht, Tennisbälle in Kisten zu befördern. Und die Erwachsenen maßen ihre Kräfte beim Tauziehen.

Landregen störte nicht

Zimperlich waren die Sportler keineswegs. Zwar setzte genau zu Beginn des Festes ein sommerlicher Landregen ein, doch davon ließen sich die Teilnehmer überhaupt nicht stören. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, zu der sich beim nächsten Mal durchaus auch deutsche Gäste gesellen könnten - als Zuschauer oder als Aktive. 

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