Was geht und was nicht geht: Tipps zur Ernährung an Hitzetagen

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Es ist heiß - auch nach den Hitzerekord in der Mitte der Woche noch. Eine Ernährungsberaterun erklärt, warum eiskalte Getränke nicht gut sind und sich aus Melonen gut Salat machen lässt.

Selm

, 27.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Brütende Hitze, keine Wolke am Himmel, kein Lüftchen unterwegs: Da hat man, so sagt es die Selmer Ernährungsberaterin Heike Hoppe, eigentlich auch gar keinen Hunger auf deftiges Essen.

Wichtig, so der Tipp der Expertin, ist bei Temperaturen über 30 Grad vor allem eines: trinken. „Wasser, Wasser, Wasser“, sagt Heike Hoppe, die auch bei der Tafel in Selm mitarbeitet.

Dort, so erzählt sie, gibt es - außer wenn mal Saft gespendet wird - eigentlich keine Getränke. Bei der Ausgabe am Freitag war das aber anders: „Wir haben extra Becher und Wasser besorgt“, sagte sie in einem Gespräch vor der Ausgabe. „Gerade für ältere Menschen ist das bei dem Wetter natürlich wichtig“

„Letztes Jahr war die Hitze schlimmer“

Das bestätigt auch Svetlana Schmidtke, die die Seniorenresidenz in Selm leitet. Wobei sie auf Anfrage der Redaktion sagt: „Letztes Jahr war es viel schlimmer.“

Da sei die Hitze über einen längeren Zeitraum geblieben. Jetzt habe die Hitzeperiode nur ein paar Tage angehalten - und sei auch im Altenheim auszuhalten gewesen.

„Es war natürlich sehr heiß“, räumt sie ein. „Aber bis jetzt - toi, toi, toi - mussten wir noch keinen Rettungsdienst rufen, weil jemand Probleme mit dem Kreislauf hatte oder so“, sagt Svetlana Schmidtke.

Natürlich achte das Personal aber auch die Ernährung der Bewohner.

Das Essen wird in die Seniorenresidenz geliefert und wenn es so warm ist, dann gibt es statt Pudding zum Nachtisch Melone oder statt Kuchen am Nachmittag Eistorte, sagt Svetlana Schmidtke. „Wir achten außerdem darauf, dass die Bewohner ausreichend trinken“, erklärt sie weiter.

Keine eiskalten Getränke trinken

Wenn man das Wasser mal nicht mehr sehen kann, so sagt es Ernährungsberaterin Heike Hoppe, könne man es sich mit Kräutern oder einem Spritzer Zitrone auch etwas aufpeppen.

Übrigens: Man sollte nicht eiskalte Getränke zu sich nehmen. „Das ist für den Magen zu anstrengend“, erklärt die Expertin. Der Körper muss das Getränk dann erst auf normale Temperatur bringen - er muss also arbeiten und schwitzt deshalb noch mehr.

Tipp: Keine zu schweren Sachen essen

Sie rät allgemein dazu, bei so den warmen Temperaturen nicht allzu schwer und fettig zu speisen, sondern sich lieber an Salat, Obst und anderen leichten Sachen sattzuessen. Auch ein gutes Rezept für den Hitzesommer hat sie parat: „Ich habe letztens einen Melonensalat gemacht, der war richtig lecker.“

Ein Rezept für Melonensalat zum Nachmachen
(für etwa zwei Personen):

800 Gramm Wassermelone und 200 Gramm Feta in Würfel schneiden. Aus dem Saft einer Limette, zwei Esslöffeln Honig, drei Esslöffeln Olivenöl, einer Prise Salz und einer Prise Pfeffer sowie frischer Minze ein Dressing herstellen und über die Würfel geben. 50 Gramm Pinienkern hinzugeben.
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